Aufgeschoben, nicht aufgehoben: Johann Wadephul setzt auf Dialog mit China
Außenminister Johann Wadephul hat die Verschiebung seiner Reise nach China zum Anlass genommen, die Bedeutung eines fairen Handels mit der Volksrepublik zu betonen. Besonders im Bereich der seltenen Erden und Chips sieht der CDU-Politiker Chancen für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. Europa soll sich breiter aufzustellen, um Risiken zu minimieren, dabei aber gleichzeitig auf offene Handelsbeziehungen mit China setzen. Auch in Peking hoffe man auf den Fortbestand einer konstruktiven Partnerschaft.
Die Absage der China-Reise bezeichnete Wadephul in der momentanen Lage als korrekt. Ziel bleibe es, die guten Beziehungen zur Volksrepublik weiterzuführen. Ein baldiges Telefongespräch mit seinem chinesischen Amtskollegen sei geplant, um die Reise zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.
Die kurzfristige Verschiebung der Reise war durch fehlende Terminbestätigungen seitens der chinesischen Regierung verursacht worden. Lediglich ein Treffen mit Außenminister Wang Yi war durch Peking zugesagt worden, woraufhin die chinesische Regierung mehr Respekt einforderte.
In Brüssel nutzte Wadephul die Gelegenheit, sich mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič auszutauschen. Eine Delegation aus China wird noch in dieser Woche zu Handelsgesprächen in Brüssel erwartet.

