Lufthansa meidet venezolanischen Luftraum nach US-Intervention
Angesichts der aktuellen geopolitischen Unruhen in Südamerika hat die Lufthansa angekündigt, dass Passagiere auf der Route nach Kolumbien mit längeren Flugzeiten rechnen müssen. Das Unternehmen hat offiziell bestätigt, dass der venezolanische Luftraum bereits seit einigen Monaten konsequent gemieden wird und dies auch in absehbarer Zukunft der Fall bleibt. Diese strategische Entscheidung ist eine direkte Reaktion auf die jüngst angeordneten Sperrungen von Lufträumen in der Region, die die Fluggesellschaft dazu zwingen, großflächige Umwege in Kauf zu nehmen.
Besonders betroffen ist die Verbindung von Frankfurt am Main zur kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Aufgrund der Umgehung venezolanischen Luftraums verlängert sich die Flugzeit auf dieser Strecke von den bislang üblichen elfeinhalb Stunden auf rund zwölf Stunden. Trotz dieser Einschränkung versichert Lufthansa ihren Fluggästen, dass Verbindungen zu anderen Destinationen in Südamerika planmäßig und ohne nennenswerte Verzögerungen verlaufen.
Der Grund für diese Luftraumsperrungen liegt in den jüngsten militärischen Auseinandersetzungen, die ihren Höhepunkt in einem militärischen Eingreifen der USA in Venezuela fanden. In der Nacht zum vergangenen Samstag wurden der venezolanische Präsident Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores von US-Spezialeinheiten gefangen genommen und außer Landes gebracht. Sie sollen sich nun in New York einem Prozess stellen, in dem ihnen unter anderem "Drogenterrorismus" zur Last gelegt wird.
Die Entscheidung der Lufthansa, den venezolanischen Luftraum zu meiden, dient nicht nur der Sicherheit der Fluggäste, sondern verdeutlicht auch die ernste politische Lage in der Region. Dies könnte langfristige Implikationen für die Luftverkehrswege in Südamerika nach sich ziehen, sofern sich die politische Situation in Venezuela nicht bald stabilisiert.

