ATX schwächelt trotz Kursgewinnen bei ams-Osram und positiver Arbeitsmarktentwicklung

Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Dienstag mit Abschlägen präsentiert und konnte somit nicht an den Höhenflug vom Montag anknüpfen. Der ATX sank um 0,51 Prozent und schloss bei 5.724,31 Punkten. Auch der breitere ATX Prime verzeichnete einen Rückgang von 0,45 Prozent auf 2.844,45 Einheiten. Ein ähnliches Bild zeigten die anderen großen europäischen Börsen, die den Handelstag ebenfalls mit Verlusten beendeten.
Jenseits der Alpengrenzen stand ams-Osram, ein steirisch-deutscher Elektronikkonzern, im Rampenlicht. An der Schweizer Börse notiert, beendete das Unternehmen das Geschäftsjahr 2025 erneut mit einem Verlust, konnte diesen jedoch deutlich verringern. Zugleich verkündete der Konzern ein neues Sparprogramm, was die Aktien um 5,6 Prozent nach oben trieb.
Unterdessen kämpft die österreichische Wirtschaft trotz einer überwundenen zweijährigen Rezession weiterhin mit Herausforderungen. Das Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo sieht die Konjunktur aufgrund schwacher Nachfrage nach Exportgütern und den hemmenden Effekten von US-Zöllen weiterhin schleppend. Hoffnungsschimmer kommen aber vom sich erholenden Arbeitsmarkt.
Im ATX Prime-Segment zeigten sich Industriewerte als maßgebliche Kräfte. Zumtobel, Mayr-Melnhof und Lenzing konnten Zugewinne von 7,0, 3,6 und 3,3 Prozent verbuchen. Der größte Verlust musste jedoch Polytec mit einem Rückgang von 6,4 Prozent hinnehmen.
Die schwergewichtigen Banken des österreichischen Marktes konnten keinen positiven Beitrag zum ATX leisten. Bawag, Erste Group und Raiffeisen Bank International verzeichneten Verluste von 2,3, 1,6 und 0,1 Prozent.
Auf internationaler Ebene sorgten stagnierende Einzelhandelsumsätze in den USA im Dezember für Enttäuschung. Experten hatten mit einem leichten Anstieg gerechnet, doch die Zahlen verharrten auf dem Niveau des Vormonats.

