ATX im Abwärtssog: Dividendenabzüge belasten, Palfinger im Höhenflug
Am Mittwoch schloss der ATX, der Leitindex der Wiener Börse, mit einem Rückgang um 0,62 Prozent und stand bei 4.396,34 Punkten. Signifikant zu diesem Verlust trug der Dividendenabschlag bei der OMV-Aktie bei. Die Aktien des Energiekonzerns fielen um beachtliche 10,9 Prozent. Ohne den Dividendenabschlag von 4,75 Euro wäre der Kurs lediglich marginal gesunken, und der ATX hätte mit einem Plus geschlossen. Der ATX Total Return, der Dividenden mit einbezieht, konnte deshalb um 0,23 Prozent zulegen.
Während europäische Börsen und die Wall Street leichte Gewinne verzeichneten, warteten Investoren gespannt auf den anstehenden Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank, bei dem mehrheitlich eine Zinssenkung erwartet wird.
Beim Stahlkonzern Voestalpine rückte die Veröffentlichung der Geschäftszahlen in den Fokus. Die Aktie legte um 1,9 Prozent zu, obgleich Analysten der Erste Group die Resultate als gemischt einstuften und keinen kurzfristigen Kurstreiber identifizierten. Umsatz- und Gewinnrückgänge prägten das von einem schwierigen Umfeld gezeichnete Geschäftsjahr, dennoch sieht das Management die Talsohle überwunden.
Die Aktien der Porr AG wurden von der Erste Group von 'Buy' auf 'Accumulate' herabgestuft, jedoch wurde das Kursziel von 31,5 auf 34,2 Euro erhöht. Die Porr-Aktien schlossen den Tag mit einem Minus von 4,4 Prozent.
Im Bankensektor verlief die Entwicklung gemischt: Bawag-Aktien reduzierten sich um 0,9 Prozent, während Erste Group und Raiffeisen Bank International leicht zulegten.
Herausragend war der Kursanstieg der Aktie des Kranherstellers Palfinger, deren Bewertung durch Kepler Cheuvreux mit einem 'Buy' und Kursziel von 39 Euro erfolgte und die um 8,9 Prozent auf 32,5 Euro stieg. Positive Bewegungen zeigten auch die Versicherer Uniqa und Vienna Insurance Group, die um 1,6 beziehungsweise 1,7 Prozent zulegten.

