ATX-Börse: Aufwärtsbewegung gewinnt an Dynamik dank stabilisierender Faktoren
Der Wiener Aktienmarkt präsentierte sich zum Ende der Woche in zunehmend stabilerer Verfassung, wobei der ATX um 0,55 Prozent zulegte und den Handelstag mit 4.622,04 Punkten abschloss. Auch der breiter aufgestellte ATX Prime verzeichnete ein Plus von 0,56 Prozent und erreichte 2.304,67 Punkte.
Die Märkte hatten zuvor unter der Unsicherheit in Bezug auf die US-Zollpolitik und die geopolitischen Spannungen in der Ukraine sowie den Sorgen über hohe Staatsverschuldungen gelitten. Insbesondere zu Beginn der Woche führten diese Bedenken zu einem Rückgang des ATX, nachdem die Anleiherenditen in die Höhe schnellten, was den Index an seine 50-Tage-Linie zurückführte, einer bedeutenden mittelfristigen Marke.
Die Marktteilnehmer schauen nun gespannt auf den bevorstehenden US-Arbeitsmarktbericht, der entscheidend für die Zinspolitik der US-Notenbank sein könnte. Erste Hinweise brachten jüngste Arbeitsmarktdaten in den USA, die leicht unter den Erwartungen blieben, während sich die Stimmung im Dienstleistungssektor als robust zeigte. Diese Veröffentlichungen beeinflussten den ATX jedoch nur marginal, da die Erwartungen auf eine Zinssenkung bereits gefestigt waren.
Im Einzelwertesegment berichtete Zumtobel über einen Umsatzrückgang und einen Verlust nach Steuern zum Start ins Geschäftsjahr 2025/26, dennoch waren die Ergebnisse geringfügig besser als befürchtet, woraufhin der Kurs um 1,3 Prozent nachgab. Bei Andritz blieben sowohl ein Großauftrag aus Indien als auch eine Kurszielanhebung der Erste Group ergebnislos auf den Aktienkurs, der unverändert schloss. Analyst Daniel Lion bekräftigte seine Kaufempfehlung mit einem angepassten Kursziel von 71,9 Euro, gestützt durch einen starken Auftragsbestand und solide Margen.
Positive Impulse erhielt der ATX von den Verbund-Aktien, die sich um 0,8 Prozent von einem Mehrjahrestief erholten. Diese Erholung spiegelte wider das Interesse an Europäischen Energietiteln nach Belastungen durch höhere Anleiherenditen wider. Zudem verzeichneten die Schwergewichte OMV einen Zuwachs von 0,3 Prozent, während Bankaktien wie Bawag und Erste Group bis zu 1,7 Prozent zulegten.

