AT&T setzt auf Fremdfinanzierung: Neue Milliardenschulden für Netzausbau
AT&T, der Telekommunikationsriese aus Dallas, hat den Kapitalmarkt betreten, um sich 5 Milliarden US-Dollar durch Anleihen mit Investment-Grade-Rating zu sichern. Einige Wochen zuvor hatte das Unternehmen eine Investition von 23 Milliarden US-Dollar in den Ausbau seines Netzwerks angekündigt. Die neuen Anleihen werden in vier Tranchen ausgegeben, wobei die längste eine Laufzeit von 29 Jahren hat.
Diese soll Investoren eine Rendite von etwa einem Prozentpunkt über der Rendite von US-Staatsanleihen bieten, obwohl ursprünglich 1,3 Prozentpunkte diskutiert wurden. AT&T beabsichtigt, die Erlöse aus dem Verkauf flexibel zu nutzen, etwa zur Refinanzierung fälliger Schulden oder für anstehende Akquisitionen.
Diese Anleihen-Emission folgt auf einen Bericht, wonach AT&T mindestens 4 Milliarden US-Dollar durch hochklassige Anleihen beschaffen wollte, wobei das genaue Volumen bisher nicht bestätigt wurde. Die Konsortialführer dieses Deals sind namhafte Investmentbanken wie Bank of America, BNP Paribas, Citigroup, JPMorgan Chase und Mizuho Financial Group.
Der Verkauf der Anleihen folgt nur kurze Zeit nach der Einigung mit EchoStar über den Erwerb von Spektrum-Lizenzen für 23 Milliarden US-Dollar. AT&T plant, diese Akquisition durch eine Mischung aus vorhandenen Barmitteln und Fremdkapital zu finanzieren.
Bereits im Mai hatte AT&T 3,5 Milliarden US-Dollar in Anleihen ausgegeben. Die neuerliche Emission reiht sich ein in eine Serie geplanter Schuldenverkäufe, nachdem der Primärmarkt aufgrund der zuletzt von der US-Notenbank angekündigten Zinssenkung pausiert hatte. Neben AT&T treten acht weitere Unternehmen an den Markt, darunter auch die UBS Group, die beabsichtigt, Anleihen in bis zu fünf Teilen zu platzieren.

