Asien-Pazifik-Märkte trotzen Konfliktszenarien mit Stabilität
Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte zeigten sich zu Wochenbeginn robust und legten moderat zu. Experten analysieren die Erleichterung der Märkte – trotz des eskalierten Konflikts zwischen Israel und Iran – indem sie darauf hinweisen, dass die schlimmsten wirtschaftlichen Szenarien bisher ausgeblieben sind.
Ein wesentlicher Faktor der Gelassenheit unter den Anlegern ist die weiterhin offene Straße von Hormus, ein wichtiger Knotenpunkt für den globalen Ölhandel. Stephen Innes von SPI Asset Management betont, dass diese Unversehrtheit eine gewisse Stabilität signalisiert.
Eine Blockade dieser Route könnte jedoch zu drastischen Anstiegen der Ölpreise führen. Laut George Saravelos von der Deutschen Bank könnte der Preis pro Barrel über die 120 US-Dollar-Marke ansteigen, sollte es zu Sperrungen kommen.
Derzeit erhöhten sich die Rohölpreise lediglich moderat: Brent-Öl stieg um 72 Cent auf 74,93 US-Dollar, während WTI um 89 Cent auf 73,87 US-Dollar zulegte. Parallel dazu zeigten chinesische Wirtschaftsdaten ein gemischtes Bild.
Während die Immobilienpreise im Mai rückläufig waren, stieg die Industrieproduktion weniger stark an, als prognostiziert. Allerdings verzeichnete der Einzelhandel einen über den Erwartungen liegenden Anstieg. Dies spiegelte sich leicht positiv im CSI-300-Index wider, der um 0,2 Prozent stieg.
Auch der Hang Seng in Hongkong legte um 0,5 Prozent zu. In Japan profitierte der Nikkei 225 besonders von steigenden Rüstungsaktien, ausgelöst durch Berichte über Gespräche zwischen Japan und der EU zur Zusammenarbeit in der Rüstungsindustrie.
Der Index kletterte um 1,3 Prozent. In Australien blieb der S&P/ASX 200 nahezu unverändert, doch Aktien des Unternehmens Santos schossen um satte elf Prozent in die Höhe, nachdem das staatliche Unternehmen Adnoc aus den Vereinigten Arabischen Emiraten Kaufabsichten äußerte.

