Asien im Börsenfieber: Zwischen Höhenflügen und Schwankungen
Die asiatischen Aktienmärkte zeigten sich am Donnerstag mit beträchtlichen Kursveränderungen in unterschiedliche Richtungen. In Tokio erlebte der Nikkei 225 einen Aufschwung von 1,5 Prozent, schloss bei 42.580 Punkten und machte damit die Verluste des Vortags wett. Diese positive Entwicklung wurde durch die Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung in den USA befeuert, von der auch der australische Markt profitierte. Der S&P/ASX 200 in Australien konnte sich um 1 Prozent auf 8.827 Punkte erholen und damit ebenfalls Aufwärtspotenzial zeigen.
Die kommende Sitzung der US-Notenbank Fed verspricht Spannung. Beobachter erwarten, dass eine moderate Leitzinssenkung ins Haus steht. Präsident Donald Trump drängt derweil auf deutlichere Schritte in diese Richtung. Das Augenmerk richtet sich zudem auf den amerikanischen Arbeitsmarktbericht, der entscheidenden Einfluss auf die zukünftige Zinspolitik nehmen könnte.
Dagegen setzte sich in China der Abwärtstrend fort. Der CSI-300-Index fiel um 2,6 Prozent auf 4.343 Punkte, während der Hang-Seng-Index in Hongkong 1,1 Prozent auf 25.054 Punkte verlor. Sorgen über mögliche staatliche Eingriffe in den Handel trübten die Laune. Diese könnten eine Antwort auf übertriebene Aktienspekulationen sein, wie aus einem Bericht von Bloomberg hervorgeht. Trotz dieser Befürchtungen besteht noch Spielraum für die Behörden, wie einige Experten betonen, zumal die aktuellen Kursgewinne laut Citic Securities nicht von den Massen, sondern von vermögenden Investoren über Hedgefonds kommen.
Indessen nahm der Hang Seng im Jahresverlauf um etwa ein Viertel zu, während beim CSI 300 knapp elf Prozent Zuwachs verzeichnet wurden. Auffällig präsentierten sich die Aktien von BYD, die um 3 Prozent nachgaben. Der Autobauer reduzierte seine Absatzprognose für das Jahr merklich aufgrund des starken Konkurrenzdrucks im Heimatmarkt, wie Reuters bekannt gab, nachdem das Unternehmen bereits eine rückläufige Gewinnentwicklung feststellen musste.

