Asiatische Börsen unter Druck: Anleiherenditen belasten und politisches Klima sorgt für Unsicherheit
Die asiatischen Aktienmärkte sind zur Wochenmitte unter deutlichen Abwärtsdruck geraten, da steigende Anleiherenditen weltweit Aktien als Anlageoption weniger attraktiv erscheinen lassen. Besonders die australischen Börsen verzeichneten kräftige Verluste, nachdem robuste Wirtschaftsdaten die Zinserwartungen gedämpft hatten.
In Japan verlor der Nikkei 225 trotz eines leichten Anstiegs am Vortag 0,9 Prozent und schloss bei etwa 41.939 Punkten. Die Anlegerstimmung litt zusätzlich unter politischer Unsicherheit, da der Generalsekretär der regierenden Liberaldemokratischen Partei, der unter der Führung von Premierminister Shigeru Ishiba steht, aus seiner Position zurückzutreten beabsichtigt.
Der S&P/ASX 200 in Australien verzeichnete einen fast zweiprozentigen Rückgang. Die Wachstumsdaten des zweiten Quartals lassen darauf schließen, dass die australische Zentralbank die Zinsen nicht anpassen wird, was zu einem weiteren Druck auf die Kurse führte.
Auf dem chinesischen Festland sank der CSI-300-Index um 1,2 Prozent und lag bei 4.437 Punkten. Hongkongs Hang-Seng-Index verlor 0,6 Prozent auf 25.354 Punkte, wobei er jedoch unbeeindruckt von Vorwürfen blieb, dass dort möglicherweise Insiderhandel mit Beteiligung von Mitarbeitern der Hongkonger Börse, der Finanzaufsicht sowie Brokern und Influencern untersucht wird.

