Arkane-Gründer kritisiert Game Pass als "nicht tragfähiges Modell"
Der Gründer der Arkane Studios, Raphael Colantonio, hat das Geschäftsmodell von Microsofts Xbox Games Game Pass scharf kritisiert. In einem öffentlichen Kommentar bezeichnete er das Angebot als "nicht tragfähig" und warf Microsoft vor, die Spielebranche seit einem Jahrzehnt mit praktisch unbegrenzten Finanzmitteln künstlich zu stützen. Die langfristigen Folgen für die Industrie seien seiner Ansicht nach zunehmend problematisch.
Colantonio argumentiert, dass Game Pass mit klassischen Verkaufsmodellen nicht harmonieren könne: Entweder werde der Abodienst den Markt dominieren und andere Geschäftsmodelle verdrängen oder sich langfristig selbst überholen. Insbesondere kritisiert er die anfängliche Kommunikation von Microsoft, wonach Game Pass keinen Einfluss auf den Verkaufserfolg klassischer Spiele habe. Diese Darstellung sei mittlerweile widerlegt.
Zustimmung erhielt Colantonio unter anderem von Michael Douse, dem Publishing-Direktor von Baldur's Gate 3, der betonte, dass das Argument der "unbegrenzten Mittel" von Beginn an unglaubwürdig gewesen sei. Douse räumte jedoch ein, dass Game Pass kleineren Studios Sichtbarkeit verschaffen könne, bevorzugt jedoch Sonys Modell der langfristigen Monetarisierung.
Colantonio hingegen sieht den einzigen nachhaltigen Nutzen von Game Pass in der Bereitstellung älterer Katalogtitel. Während der Abo-Dienst ursprünglich mit starkem Wachstum startete, verlangsamt sich die Dynamik zunehmend. Zwar stieg die Zahl der PC-Abos im zweiten Quartal 2025 noch um über 30 Prozent, doch bleiben Zweifel an der wirtschaftlichen Tragfähigkeit bestehen.

