ArcelorMittal trotzt schwierigen Marktbedingungen: Umsatz steigt trotz sinkendem Gewinn

ArcelorMittal, der größte Stahlhersteller Europas, hat jüngst seine Ergebnisse für das Schlussquartal präsentiert und konnte dabei die Erwartungen der Analysten übertreffen. Trotz eines Rückgangs des operativen Ergebnisses (Ebitda) auf 1,59 Milliarden Dollar im Vergleich zu 1,65 Milliarden Dollar im Vorjahr, stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um knapp zwei Prozent und belief sich auf etwa 15 Milliarden Dollar. Diese erfreuliche Meldung wirkte sich positiv auf den Aktienkurs aus, der zu Handelsbeginn um zwei Prozent zulegte.
Das Unternehmen konnte im letzten Quartal wieder schwarze Zahlen schreiben, nachdem es im Vorjahr aufgrund gestiegener Kosten Verluste verbuchen musste. Für das gesamte Jahr 2022 verzeichnete ArcelorMittal einen Gewinn von 3,2 Milliarden Dollar, was eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr darstellt.
ArcelorMittal bekräftigt zudem seine Unterstützung für die geplanten protektionistischen Maßnahmen gegen Stahlimporte nach Europa. Eine Reduzierung der Importe könne die Kapazitätsauslastung, Rentabilität und Kapitalrendite auf ein nachhaltiges Niveau bringen. Die EU-Kommission plant, ab Juli die zollfreien Einfuhrmengen für Stahl drastisch zu senken, wobei der Steuersatz für Mengen über der Quote auf 50 Prozent angehoben werden soll. Der Schritt zielt insbesondere auf Importe aus China ab, um die europäische Stahlindustrie vor einer möglichen Überschwemmung des Marktes zu schützen. Unter Ausschluss Chinas rechnet ArcelorMittal mit einem Anstieg des weltweiten Stahlverbrauchs um zwei Prozent in diesem Jahr.

