Arbeitsmarktturbulenzen: Trump setzt auf Personalwechsel
Inmitten unerwartet schwacher Zahlen vom US-Arbeitsmarkt plant Präsident Donald Trump, die Führungsebene neu zu besetzen. Auf seiner Plattform Truth Social kündigte Trump die bevorstehende Entlassung von Erika McEntarfer, der derzeitigen Chefin des Amtes für Arbeitsmarktstatistik, an.
Er begründete diesen Schritt damit, dass er jemand kompetenteren für notwendig hält. Dieser Personalwechsel sei dringend notwendig, da die neuesten Arbeitsmarktdaten eine Korrektur der neuen Arbeitsstellen im Mai und Juni um 258.000 Jobs nach unten ergaben – eine Anpassung, die in dieser Größenordnung nicht alltäglich ist.
Experten führen dies auch auf die belastende Zollpolitik der aktuellen Administration zurück. Doch Trump sieht sich und seine Wirtschaftspolitik nicht verantwortlich und betont, dass unter seiner Führung die Wirtschaft floriert.
Er vermutet vielmehr ein Komplott gegen sich und verweist auf manipulierte Zahlen. In diesem Zusammenhang wiederholt er auch seine Forderung nach einem Austausch des Chefs der US-Notenbank, Jerome Powell. Auch dieser solle seinen Posten räumen.
Trumps anhaltende Forderungen nach einem niedrigeren Leitzins stehen im Widerspruch zu Powells vorsichtiger Geldpolitik, die aufgrund der Inflationstendenzen keinen Raum für Zinssenkungen sieht. In den letzten Monaten hat Trump Powell wiederholt heftig kritisiert und mit dessen Absetzung gedroht, doch aufgrund hoher rechtlicher Hürden bleibt dieser Schritt bislang aus.

