Arbeitsmarktdaten aus den USA belasten deutsche Staatsanleihen
Der Markt für deutsche Staatsanleihen erlebte am Donnerstag einen Rückschlag, als der Euro-Bund-Future am Nachmittag um 0,37 Prozent auf 129,47 Punkte zurückging. Zeitgleich stieg die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf 2,70 Prozent an.
Hintergrund dieser Entwicklung sind positive Signale vom US-Arbeitsmarkt. Entgegen den Erwartungen der Volkswirte sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der letzten Woche unerwartet gesunken. Auch die monatlichen Arbeitsmarktberichte bestätigten diese Stärke. Diese ökonomischen Indikatoren widersprechen einer baldigen Anpassung der Leitzinsen durch die US-Notenbank Fed und könnten den US-Dollar in naher Zukunft weiter unterstützen. Trotz des konstant hohen Drucks von US-Präsident Donald Trump auf Fed-Chef Jerome Powell, Zinssenkungen vorzunehmen, bleibt die Entscheidungsgewalt beim Fed-Chef.
In Deutschland hingegen blieben die Inflationsdaten ohne Auswirkungen auf den Anleihenmarkt. Die vom Statistischen Bundesamt bestätigten, vorläufigen Zahlen zeigten eine Inflationsrate von 2,0 Prozent für Juni, beeinflusst durch sinkende Energiepreise und weniger steigende Lebensmittelkosten. Damit stagnierte das Niveau der Verbraucherpreise im Vergleich von Mai auf Juni.

