Apple streicht RAM-Optionen beim Mac Studio und Mac mini
Vor dem Hintergrund einer sich verschärfenden Speicherknappheit auf dem Weltmarkt reduziert Apple die verfügbaren RAM-Konfigurationen für den Mac mini und den Mac Studio deutlich.
Betroffen von den Streichungen sind insbesondere die Mac mini Modelle mit 32 GB und 64 GB RAM sowie das M3 Ultra Mac Studio mit 256 GB Arbeitsspeicher. Diese Konfigurationen werden ab sofort nicht mehr angeboten.
Weniger Auswahl bei Mac mini und Mac Studio
Der anhaltende globale Engpass bei Arbeitsspeicher-Chips hat Apple erreicht. Infolgedessen wurden die RAM-Optionen beim Mac Studio und beim Mac mini spürbar zusammengestrichen. Der aktuelle Mac mini mit M4 Pro Chip ist fortan mit maximal 48 GB RAM erhältlich. Käufer des Standardmodells haben lediglich noch die Wahl zwischen 16 GB und 24 GB Arbeitsspeicher.
Auch das High-End-Segment bleibt von dieser Entwicklung nicht verschont. Das M3 Ultra Mac Studio steht derzeit nur noch mit 96 GB RAM zur Verfügung, da Apple sämtliche Optionen mit höherem Arbeitsspeicher aus dem Sortiment genommen hat. Zudem müssen sich Käufer auf längere Wartezeiten einstellen: Die Lieferzeiten für die Modelle des M3 Mac Studio und M4 Max Mac Studio haben sich mittlerweile auf 9 bis 10 Wochen verlängert.
Bereits in der vergangenen Woche gab es eine erste Anpassung, als das Basismodell des Mac mini mit 256 GB SSD aus dem Angebot entfernt wurde. Seitdem ist die 512-GB-Variante das neue Einstiegsmodell, was den Basispreis um 200 US-Dollar auf nun 799 US-Dollar anhebt.
Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage
Wie Apples CEO Tim Cook kürzlich erklärte, wird es voraussichtlich noch mehrere Monate dauern, bis bei Mac mini und Mac Studio wieder ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage herrscht.
Laut Cook wurde die Nachfrage nach beiden Desktop-Macs im Vorfeld unterschätzt. Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass sowohl der Mac mini als auch der Mac Studio leistungsstark genug sind, um komplexe KI-Tools und KI-Agenten lokal auszuführen, was sie für viele Nutzer aktuell besonders attraktiv macht.
Für die kommenden Monate rechnet Apple mit signifikant steigenden Kosten für Speicherbausteine. Um diesem Trend entgegenzuwirken, wird das Angebot durch die Entfernung bestimmter Konfigurationsoptionen gezielt eingegrenzt. Ausgelöst wird die weltweite Speicherknappheit vor allem durch die extreme Nachfrage nach KI-Servern. Mit einer baldigen Entspannung der Lage auf dem Komponentenmarkt ist nicht zu rechnen.


