Anschwellende Spannung im Handelsstreit stützt deutsche Anleihen
Der Zollkonflikt zwischen China und den USA zieht abermals Kreise und verleiht den deutschen Bundesanleihen frischen Auftrieb. Der Euro-Bund-Future, der als richtungsweisend gilt, konnte dabei einen Anstieg um 0,15 Prozent auf 130,50 Punkte verzeichnen. Im Gegenzug sank die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf 2,59 Prozent, was auf die wachsende Unsicherheit zurückzuführen ist.
Aktuell flammt der Handelsstreit zwischen den beiden weltwirtschaftlichen Schwergewichten weiter auf. Nach der jüngsten Erhöhung der US-Zölle hat China angekündigt, die Abgaben auf US-Waren signifikant anzuheben – ein klarer Gegenschlag. Zuvor hatte die US-Regierung unter Donald Trump bereits die Zollschrauben fester angezogen. Eine kurzfristige Markterholung wurde durch die Eskalation abrupt ausgebremst, was den Zulauf in sichere Häfen begünstigte.
Entspannung in der Auseinandersetzung bleibt weiterhin aus, obwohl Präsident Trump die länderspezifischen Sonderzölle für 90 Tage auf Eis legte. Die allgemeine Marktverunsicherung bleibt bestehen, denn das Vertrauen in die Anleihen und den Dollar der USA leidet. Einige Experten der Dekabank beobachten, dass US-Papiere als sicherer Hafen an Glanz verlieren – gleichzeitig schwächelt auch der Dollar weiter.
Mit Spannung blickt man zudem auf die Konsumklimazahlen der Universität von Michigan, die für den Nachmittag in den USA erwartet werden. Die Erwartung der Inflation steht aufgrund der internationalen Handelsstreitigkeiten, insbesondere auch mit Kanada und Mexiko, im Fokus. Die neuesten Entwicklungen könnten das Stimmungsbild der Verbraucher weiter belasten.

