Anleihen erleben leichten Rückgang trotz versöhnlicher Töne im Handelsstreit
Die Kurse deutscher Bundesanleihen verzeichneten zu Beginn der Woche einen leichten Rückgang, nachdem sie zuvor einen deutlichen Aufwärtstrend gezeigt hatten. Ausschlaggebend hierfür waren jüngste, beruhigende Aussagen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump im andauernden Handelskonflikt mit China. Der Euro-Bund-Future, ein zentraler Indikator für den Anleihemarkt, sank um 0,08 Prozent auf einen Stand von 129,21 Punkten. Parallel dazu erhöhte sich die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen auf 2,65 Prozent. Vergangenes Wochenende hatte Trump auf der von ihm bevorzugten Plattform Truth Social geäußert: „Machen Sie sich keine Sorgen um China, alles wird gut“. Diese Äußerung folgte auf seine Ankündigung, die Zölle auf chinesische Importe nochmals um 100 Prozent zu erhöhen. Diese Ankündigung wurde ursprünglich positiv für als sicher geltende Anleihen bewertet, aber die jüngsten beruhigenden Töne trugen zu einem moderaten Rückgang bei.
Gleichzeitig bleibt die Lage in Frankreich angespannt. Trotz der Ernennung von Sébastien Lecornu als neuer Premierminister formieren sich politische Fronten. Die Linkspartei La France Insoumise sowie das rechte Rassemblement National planen bereits einen Misstrauensantrag. Am Montag zeigten die Renditen französischer Staatsanleihen jedoch kaum Veränderungen, was auf eine zurückhaltende Reaktion der Märkte hindeutet.

