Angespannte Lage im Gesundheitswesen: Bayerischer Landkreistag erwägt rechtliche Schritte
Die jüngsten Sparmaßnahmen der Bundesregierung bringen die Krankenhäuser in eine prekäre Lage. Der Bayerische Landkreistag sieht vor Gericht die einzige Rettung für die betroffenen Einrichtungen. Thomas Karmasin, Präsident des kommunalen Spitzenverbands, äußerte deutliche Kritik und stellte die Unterfinanzierung der Kliniken ins Zentrum der Debatte. Ohne ausreichende Bundesmittel, so Karmasin, könnten die Landkreise die finanzielle Lücke nicht langfristig schließen, was eine existenzielle Bedrohung darstelle.
Der Appell des Landkreistags richtet sich direkt an die bayerischen Bundestagsabgeordneten, die aufgefordert werden, das Sparpaket im parlamentarischen Prozess zu stoppen. Besonders betroffen sind Kliniken in kommunaler Trägerschaft, für deren Zukunftssicherung der Verband eine drohende Überschuldung verhindert sehen möchte.
Das Bundeskabinett hatte kürzlich ein umfangreiches Sparpaket von zwei Milliarden Euro verabschiedet. Durch eine Begrenzung der Ausgaben soll der Druck auf Beitragserhöhungen bei den Krankenkassen reduziert werden, eine Maßnahme, die jedoch erneut auf Kritik stößt. Die Beschlüsse treten in Konflikt mit zuvor gemachten Zusagen der Regierung, einen vollen Inflationsausgleich für die Jahre 2022 und 2023 zu gewährleisten, um die wirtschaftliche Stabilität der Kliniken bis zur geplanten Reform sicherzustellen.

