Angespannte Lage im Gazastreifen: Bergung von Geiselleichen verzögert sich
Im anhaltend komplexen Konflikt zwischen der islamistischen Hamas und Israel zeichnet sich eine weitere Verschärfung ab. Die Kassam-Brigaden, der militärische Arm der Hamas, verkündeten kürzlich über Telegram, dass die Leichen zweier weiterer Geiseln im Gazastreifen geborgen wurden. Unklar bleibt jedoch, ob und wann diese an Israel übergeben werden. Ursprünglich war geplant, eine bei einer Suchaktion gefundene Geisel am Dienstagabend zu übergeben. Doch aufgrund einer neu entfachten Gewaltwelle im Gazastreifen verschob die Hamas die Übergabe. Diese Entscheidung wurde als Reaktion auf vermeintliche 'Verstöße der Besatzung' durch Israel getroffen, so die Kassam-Brigaden. Die Bergung der Leiche in einem Tunnel im Süden Gazas sei durch wiederaufgenommene israelische Angriffe behindert worden.
Israel wiederum verteidigte seine militärischen Maßnahmen. Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, dass die Luftangriffe auf einen Hamas-Angriff auf israelische Kräfte sowie auf Verzögerungen bei der Rückführung getöteter Geiseln zurückzuführen seien. Die Hamas bestreitet ihre Verantwortung für den Angriff auf israelische Soldaten. Die gegenseitigen Anschuldigungen können nicht unabhängig verifiziert werden, was die Lage zusätzlich verkompliziert.

