Analyst warnt vor extrem bärischem Bitcoin-Markt

Der kurzfristige Kursverlauf von Bitcoin zeigt weiterhin keine bullischen Impulse. Laut dem Makroökonom Henrik Zeberg könnte sich auch die langfristige Perspektive verschlechtern. Zeberg äußerte auf der Plattform X eine stark bärische Einschätzung der aktuellen Marktstruktur und kam zu dem Schluss, dass Bitcoin sich nicht mehr wie ein Vermögenswert in einer gesunden Expansionsphase verhält. Vielmehr nähert sich Bitcoin einem wichtigen Höhepunkt, was das Risiko eines starken Kursrückgangs erhöht, sobald dieser Höhepunkt erreicht ist.
Expanding Diagonal deutet auf Kursspitze hin
Zebergs Bitcoin-Ausblick basiert auf der sich ausweitenden Diagonalstruktur im monatlichen Candlestick-Chart von Bitcoin. Dieses langfristige Muster, das seit der Entstehung von Bitcoin zu beobachten ist, zeigt zunehmende Volatilität, wobei der Bitcoin-Kurs höhere Hochs und tiefere Tiefs in einer sich erweiternden Spanne erreicht. Laut dem von ihm geteilten Chart scheint Bitcoin die letzten Phasen dieser Struktur zu durchlaufen, die durch Erschöpfung gekennzeichnet sein sollen. Zeberg bezeichnet die aktuelle Zone als Topping-Bereich, in dem der Fortschritt nach oben zunehmend instabil wird, selbst wenn der Kurs weiter steigt.
Interessanterweise projiziert der Chart einen letzten Anstieg als Blow-off-Top, der Bitcoin in den Bereich von $150.000 tragen könnte. In diesem Rahmen ist dieser letzte Schub jedoch kein Zeichen von Stärke, sondern ein Merkmal von Übermut am Ende eines Zyklus. Expanding Diagonals neigen dazu, sich gewaltsam aufzulösen, sobald die Struktur bricht, und Zeberg sieht das aktuelle Setup als einen Punkt, an dem der Optimismus seinen Höhepunkt erreicht, bevor eine Umkehrung eintritt.
Von Euphorie zu einem tiefen Crash-Szenario
Zebergs umstrittenste Behauptungen betreffen seine prognostizierten Abwärtsziele. Seiner Meinung nach könnte Bitcoin, nachdem die letzte euphorische Rallye gespielt ist und der Kurs über $150.000 steigt, in einen Zusammenbruch eintreten, den die meisten Bitcoin-Investoren derzeit für undenkbar halten. Er verglich das Szenario mit der Dotcom-Ära, als der Nasdaq um mehr als 80% fiel, und stellte fest, dass Bitcoin historisch sowohl Aufwärts- als auch Abwärtsbewegungen verstärkt hat. Basierend auf dieser Logik prognostizierte er ein Szenario, in dem eine breitere KI- und Kryptoblase platzt, was zu einem Bitcoin-Kurssturz von etwa 97% oder 98% vom endgültigen Höchststand führen könnte.
Dies würde ein technisches Mindestziel zwischen $3.000 und $4.000 bedeuten, mit der Möglichkeit noch tieferer Rückgänge. Obwohl die letzte Rallye dramatisch sein könnte, könnte das Halten durch den anschließenden Crash für unvorbereitete Investoren verheerend sein. Zeberg hob auch Momentum-Indikatoren hervor, die seiner Meinung nach den bärischen Ausblick unterstützen. Bitcoin zeigt eine massive bärische Divergenz im monatlichen Zeitrahmen. Dies ist eine Situation, in der der Kurs weiter steigt, aber Momentum-Indikatoren wie der RSI diese Hochs nicht bestätigen.
Ein weiterer Indikator ist der monatliche MACD, der sich ebenfalls einem bärischen Crossover auf dem langfristigen Chart nähert oder diesen bereits druckt.

