Droht ein neuer Krypto-Winter? Charts ähneln 2021, aber Momentum schwächer

Bitcoin (BTC) zeigt ein gefährliches technisches Muster, das zuletzt Ende 2021 zu beobachten war, so eine detaillierte Analyse des Marktanalysten Material Indicators.
Die Chartstruktur, die durch eine sich verengende Spanne und das Versagen wichtiger Unterstützungsniveaus gekennzeichnet ist, deutet darauf hin, dass die kommenden Wochen entscheidend für die Bestimmung des nächsten großen Preistrends sind. Sollte sich dieses Muster fortsetzen, könnte es zu einem langfristigen Preisrückgang führen, ähnlich wie während des Krypto-Winters 2022.
Das Fraktal, das Händler beunruhigt
In ihrer technischen Analyse betonen Material Indicators, dass die aktuelle wöchentliche Kursentwicklung von Bitcoin eine unangenehme Ähnlichkeit mit der Struktur aufweist, die dem Bärenmarkt 2022 vorausging.
“Bitcoin is trading similarly to something we saw in the prior cycle, and we’re approaching the part where the trend was decided last time,” they noted.
Die Ähnlichkeiten erstrecken sich auf den Handel zwischen den 100-Wochen- und 50-Wochen-Simple Moving Averages (SMA), was der letzten Konsolidierung vor dem letzten großen Zusammenbruch ähnelt.
Ein wesentlicher Unterschied macht das aktuelle Setup jedoch potenziell anfälliger. Im aktuellen Zyklus hat BTC bereits die Unterstützung der 50-Wochen-SMA verloren, und sein wöchentlicher Relative Strength Index (RSI) ist unter ein wichtiges Niveau von 41 gefallen. Dieser doppelte Durchbruch ereignete sich vor etwa sechs Wochen, während diese Niveaus Ende 2021 monatelang gehalten wurden.
Material Indicators erklärten, dass dies auf ein schwächeres zugrunde liegendes Momentum als in der vergleichbaren Phase des vorherigen Zyklus hindeutet. Laut ihnen besteht das unmittelbarste Risiko in einem Death Cross auf dem Wochenchart, bei dem die 21-Wochen-SMA voraussichtlich in etwa zwei Wochen unter die 50-Wochen-SMA fallen wird, ein Ereignis, das historisch einen Übergang zu einem makroökonomischen Abwärtstrend bestätigt, anstatt einen Boden zu markieren.
Sie glauben, dass der entscheidende Test darin bestehen wird, ob Bitcoin eine überzeugende Erholung schaffen und die 50-Wochen-SMA als Unterstützung zurückgewinnen kann. Ihrer Meinung nach würde ein Scheitern die Wahrscheinlichkeit einer tieferen Korrekturphase erheblich erhöhen.
Ein großes Hindernis für jede Rallye ist laut ihnen die erhebliche Verkaufsliquidität, die sich in der Nähe der $100.000-Marke angesammelt hat und jegliches Aufwärtsmomentum begrenzen könnte.
“The next two to three weeks are pivotal,” concluded the analysis. “Either BTC mounts a convincing reclaim… or the macro trend risks tipping decisively more bearish.”
Ein Markt mit unterschiedlichen Entwicklungen
Am 30. Dezember wird Bitcoin bei etwa $87.400 gehandelt, was einem Rückgang von fast 3% in den letzten 24 Stunden und mehr als 30% seit seinem Allzeithoch im Oktober von über $126.000 entspricht.
Zuvor hatte die ursprüngliche Kryptowährung kurzzeitig das Niveau von .000 zurückerobert, doch Analysten stellten schnell die Nachhaltigkeit dieser Bewegung in Frage. Ali Martinez bezeichnete den Anstieg als möglichen “dead-cat bounce” und verwies auf negative Nettokapitalflüsse von über -$4,5 Milliarden als Beweis dafür, dass “Geld derzeit den Kryptomarkt verlässt, anstatt in ihn zu fließen.”
Dieser Exodus ist besonders bei Spot-Bitcoin-ETF-Produkten sichtbar, die seit Monaten kontinuierliche Abflüsse verzeichnen und Milliarden an verwalteten Vermögenswerten verlieren. Trotz der düsteren Aussichten für Bitcoin ziehen andere Sektoren des Marktes Kapital an; insbesondere Anlageprodukte für XRP und Solana haben Nettozuflüsse von $1,14 Milliarden bzw. $1,34 Milliarden verzeichnet.

