AMS Osram im Wandel: Stellenabbau bei gleichzeitiger finanzieller Erholung
Der renommierte Lichtkonzern AMS Osram durchläuft eine Phase des Umbruchs, indem er weltweit einen umfassenden Stellenabbau plant. Insgesamt sollen 2.000 Arbeitsplätze wegfallen, wobei allein in Deutschland mehrere hundert Stellen betroffen sind. Konkret ist der Abbau im europäischen Raum auf etwa 1.000 Stellen angelegt, eine Zahl, die auch auf Asien zutrifft. Diese Herausforderung kommt zu einer Zeit, in der das Unternehmen gleichzeitig eine positive finanzielle Wende einleitet.
In Deutschland konzentriert sich der Abbau vor allem auf das Halbleitergeschäft in Regensburg, wo eine signifikante dreistellige Anzahl an Arbeitsplätzen wegfallen wird. Betroffen sind etablierte Produktbereiche, deren Produktion aus wirtschaftlichen Gründen nach Asien verlagert werden soll. Dies schafft Platz für modernere, hochautomatisierte Fertigungen am Standort Regensburg.
Ein weiteres Augenmerk liegt auf dem Lampengeschäft, insbesondere an den Standorten Herbrechtingen und Schwabmünchen. In Schwabmünchen kommt der Verlust von 270 Arbeitsplätzen hinzu. Der Rückgang im klassischen Halogenlampengeschäft, das vermehrt von LEDs verdrängt wird, trägt ebenfalls zum Stellenabbau bei.
Trotz dieser Einschnitte zeigt AMS Osram bemerkenswerte Fortschritte im operativen Geschäft, was sich positiv auf die Marktperformance auswirkt. So konnte der Aktienkurs an der Schweizer Börse bereits um beachtliche 6,6 Prozent zulegen, nachdem der Verlust des Konzerns im vergangenen Jahr auf 129 Millionen Euro gesenkt wurde – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Zusätzliche Entlastung bringt der kürzliche Verkauf eines Geschäftsteils an Infineon, der einige der finanziellen Lasten mindert.

