American Express hebt Jahresprognose an: Erfolg mit überarbeitetem Platinum-Karte
American Express konnte im dritten Quartal mit beeindruckenen Zahlen aufwarten und hat seine Prognosen für das Gesamtjahr optimistisch angepasst. Das Management erwartet nun ein Umsatzwachstum zwischen 9 und 10 Prozent sowie einen Gewinn pro Aktie von 15,20 bis 15,50 US-Dollar. Vorher war man noch von einem Anstieg des Umsatzes um 8 bis 10 Prozent und einem Gewinn je Aktie von 15 bis 15,50 Dollar ausgegangen. Dennoch verzeichnete die Aktie im vorbörslichen US-Handel einen leichten Rückgang.
Besonderes Augenmerk lag auf der überarbeiteten Platinum-Karte, deren Markteinführung die Erwartungen deutlich übertraf. Die Zahl der Kontoeröffnungen in den USA hat sich im Vergleich zur Zeit vor der Überarbeitung sogar verdoppelt.
Im Bericht über das dritte Quartal gab das Unternehmen an, dass die abgerechneten Zahlungen um 9 Prozent auf 421 Milliarden US-Dollar gestiegen sind. Der Umsatz von American Express stieg um 11 Prozent auf den Rekordwert von 18,4 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Der Nettogewinn legte deutlich um 16 Prozent zu, was 2,9 Milliarden Dollar entspricht. Gleichzeitig konnten die Vorsorge für Kreditausfälle um etwa 100 Millionen auf 1,3 Milliarden Dollar gesenkt werden. Trotz eines Kostenanstiegs um 10 Prozent auf 13,3 Milliarden Dollar lagen diese nur leicht über den Prognosen der Analysten.
American Express verfolgt eine andere Geschäftsstrategie als beispielsweise Visa und Mastercard, da es sowohl Kartenzahlungen abwickelt als auch Kredite vergibt. Dabei fokussiert sich das Unternehmen verstärkt auf zahlungskräftige Kunden, die für relativ hohe Kartengebühr exklusive Leistungen wie Rabatte auf Reisen und Zugang zu den Flughafen-Lounges von American Express erhalten.

