Amadeus Fire revidiert EBITDA-Prognose nach unten: Wirtschaftliche Flaute bleibt
Amadeus Fire, ein führender Akteur im Bereich der Personaldienstleistungen, blickt mit gebremster Erwartung auf das operative Ergebnis des Jahres. Die jüngste Ankündigung des Unternehmens, dass die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland bis zum Jahresende 2025 verhalten bleiben dürfte, sorgt für verhaltenen Optimismus bei Investoren. Angesichts einer ausbleibenden wirtschaftlichen Erholung rechnet Amadeus Fire mit einem bereinigten EBITDA am unteren Ende der im Sommer angepassten Bandbreite von 15 bis 25 Millionen Euro. Im Juli hatte das Unternehmen den Prognosekorridor aufgrund von Unsicherheiten bewusst breit gestaltet, hoffte jedoch auf positive Impulse. Diese Erwartungen sind bisher nicht eingetreten. Darüber hinaus trugen Umstrukturierungsmaßnahmen in einer Unternehmenssparte zur aktuellen wirtschaftlichen Lage bei.
Die Marktreaktion ließ nicht lange auf sich warten: An der Börse büßte die im SDax gelistete Aktie weiter an Wert ein. Vorbörslich fiel der Kurs um knapp zwei Prozent auf 51,70 Euro und nähert sich somit dem Mehrjahrestief von 49,50 Euro. Bereits in diesem Jahr erzielte das Papier einen Verlust von etwa 30 Prozent. Operative Rückschläge prägten die ersten drei Quartale des Jahres 2025, in denen das operative Ergebnis um 79 Prozent auf 9,7 Millionen Euro zurückging. Neben sinkenden Umsätzen belasteten vor allem die Umstrukturierungen im weiterbildungsbezogenen Bereich (Comcave) das Ergebnis.
So verursachten notwendige Maßnahmen zur Sicherung der Konkurrenzfähigkeit und Ergebniskraft im dritten Quartal einmalige Kosten von rund fünf Millionen Euro. In den ersten neun Monaten verzeichnete Amadeus Fire einen Umsatzrückgang um knapp 18 Prozent auf 277 Millionen Euro. Das Unternehmen vermeldete einen Nettoverlust von rund einer halben Million Euro, während im Vorjahr noch ein Gewinn von 26 Millionen Euro verzeichnet wurde.

