Alpakawolle - ökologisch besonders wertvoll

Das Vlies der Götter zeigt einen ökologischen Mehrwert
Jeder kennt Alpakas. Ob in Werbung, in Videos oder in Zeitschriften - Alpakas erobern gerade sämtliche Herzen. Es ist aber nicht nur ihr niedliches Aussehen, das derzeit für einen Hype sorgt. Alpakawolle nimmt in der Wollindustrie einen immer wichtigeren Aspekt ein, da diese einen ökologischen Mehrwert mit sich bringt.
Immer mehr regionale Zuchten
Bisher waren Alpakas vor allem in den Anden vertreten. Die hohe Qualität der Alpakawolle war bekannt. Allerdings waren die Transporte so umfangreich, dass es keinen ökologischen Mehrwert zu erkennen gab. Wenn Wolle erst tausende Kilometer per Luft- oder Seeweg ins Land gebracht werden muss, stellt sich die Frage der Ökologie auf jeden Fall. Doch dieses Blatt hat sich in den letzten Jahren gewendet. Immer mehr Züchter entscheiden sich für Alpakas. Die Alpakazucht stellt für viele Kleinbauern eine Alternative zur bisherigen Viehzucht dar.
In Deutschland gibt es derzeit rund 14.000 Alpakas - Tendenz steigend. Viele Züchter halten sich ein paar Dutzend Alpakas. Bei diesen Tieren geht es weder um Milch- noch um Fleischproduktion. Die Züchter setzen auf den Gewinn der Alpakawolle. Kleinbauern wird damit die Chance geboten, dass sie langfristig auf ein rentables Produkt umsteigen können.
Transparenz am heimischen Markt
In Deutschland gibt es strenge Richtlinien und Vorgaben, die bei der Haltung von Alpakas eingehalten werden müssen. Ob bei den Böden oder dem Futter - für jeden Bereich braucht es ein Zertifikat, das für den ökologischen Mehrwert vorgelegt werden muss. Die Transparenz der Haltung der Tiere, aber auch über die Verarbeitung der Alpakawolle ist in Deutschland jedenfalls gegeben. Die Standards sind in Deutschland sehr hoch. Es wird ein Augenmerk daraufgelegt, dass heimische Züchter wissen, wie sie mit den sensiblen Tieren umgehen. Das Wohl und die Gesundheit der Alpakas stehen in Deutschland an oberster Stelle.
Bei der Gewinnung der Alpakawolle kann im Gegensatz zu den Anden oder der Mongolei ein Augenmerk auf die Transparenz gelegt werden. Die Alpakawolle ist in Deutschland Bio-zertifiziert, da hier das Futter und der Boden kontrolliert werden können. Die Tiere, die in Deutschland gehalten werden, sind im Gegensatz zu jenen in den Anden oder in der Mongolei, domestiziert. Es gibt dennoch auch eine Handvoll Bauern in der Mongolei und in den Anden, die auf die Vorgaben der Standards achten, und diese auch zur Gänze erfüllen.
Mit den kurzen Lieferketten wird der ökologische Fußabdruck klein gehalten. Dies spielt in einer Zeit, in der Nachhaltigkeit wichtig ist, eine tragende Rolle. Zusätzlich lassen sich die Züchtung, die Lieferkette und die Haltung der Tiere nachzeichnen. Alles wird dokumentiert und vorgelegt. Die Schur findet in den meisten Fällen direkt am eigenen Hof der Züchter statt. Die Tiere werden demnach nicht den Strapazen eines langen Transportweges ausgesetzt. Die geschorene Alpakawolle wird in Deutschland gereinigt, vorbereitet und verarbeitet. Dadurch werden die Lieferketten wiederum verkürzt.
Was zeichnet Alpakawolle aus?
Deutschlands Züchter setzen vor allem auf das Huacaya Alpaka. Die Wollfasern dieser Tiere sind fein und weisen eine zarte Kräuselung auf. Mit einem Faserdurchmesser von 18 bis 25 Millimeter ist die Alpakawolle dem Kaschmir sehr ähnlich. In den letzten Jahren wird bei zahlreichen Produkten vermehrt auf Alpakawolle anstelle auf Kaschmir gesetzt, da der ökologische Mehrwert nicht von der Hand zu weisen ist. Kaschmir stammt von chinesischen Ziegenhütern und nimmt einen langen Weg auf sich, bevor es für den deutschen Handel verarbeitet werden kann.
Die Textilbranche und die Bettwäscheindustrie zeigen in den letzten Jahren ein gesteigertes Interesse an der heimischen Alpakawolle. Die Wolle bringt nicht nur einen ökologischen Vorteil mit sich. Die Weichheit und die einfache Verarbeitung sprechen für sich.
Die Alpakawolle bringt neben den ökologischen auch zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich. Sie ist aufgrund ihrer Eigenschaften für Allergiker geeignet. Es handelt sich um eine weiche, seidig glänzende und saugfähige Wolle, die vielseitig einsetzbar ist. Neben der Produktion von Bettwäsche findet sich die Alpakawolle immer häufiger in der Bekleidungsindustrie. Aufgrund der Oberflächeneigenschaften der Alpakawolle ist der Temperatur- und Feuchtigkeitsaustausch möglich. Alpakas liefern unterschiedliche natürliche Farbtöne, wodurch auf industrielle Einfärbungen weitgehend verzichtet werden kann. Aufgrund der weichen und zarten Struktur kratzt die Alpakawolle nicht auf der Haut und bringt einen angenehmen Tragekomfort mit sich.
Das Wichtigste zum Schluss
Das Vlies der Götter hat in den letzten Jahren seinen Einzug auch in die heimische Textilindustrie gehalten. Immer mehr Züchter entscheiden sich für Alpakas. Aufgrund der kurzen Lieferketten und der heimischen Produktion bringt die Alpakawolle einen ökologischen Mehrwert mit sich. In Deutschland müssen bei der Haltung der Tiere hohe Standards eingehalten werden. Den Züchtern wird das Wohl und die Gesundheit der Alpakas nahegelegt. Alpakawolle bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Die Alpakawolle trägt sich angenehm und ist sanft zur Haut. Durch diese Eigenschaften können auch Allergiker diesem neuen Wollprodukt den Zuschlag geben. Wer sich für den Kauf von Alpakawolle entscheidet, hat auf jeden Fall die richtige Wahl getroffen, wenn es um Nachhaltigkeit und einen kleinen ökologischen Fußabdruck geht.

