Alarmierende Zahlen zur Social-Media-Nutzung: Jugendliche zunehmend gefährdet
Die jüngsten Studienergebnisse der Krankenkasse DAK-Gesundheit, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, zeichnen ein besorgniserregendes Bild der Social-Media-Nutzung unter Kindern und Jugendlichen. Mehr als 25 Prozent dieser Gruppe verwenden soziale Medien in einem riskanten oder sogar pathologischen Ausmaß, ein Trend, der sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verstärkt hat. Laut der Studie ist die Zahl der Jugendlichen mit riskantem Social-Media-Verhalten von 21,1 Prozent im Herbst 2024 auf 21,5 Prozent gestiegen. Besonders auffällig ist der Anstieg bei der riskanten Nutzung von Online-Videos, der von 13,4 Prozent im Vorjahr auf 21,4 Prozent gestiegen ist.
Die Definition von pathologischem Mediengebrauch umfasst dabei 6,6 Prozent der Social-Media-Nutzer sowie 4 Prozent der Video-Konsumenten. Dies entspricht ca. 350.000 Kindern und Jugendlichen, die als suchtkrank gelten. Dies führt u.a. zu schulischem Leistungsabfall oder Schlafproblematiken aufgrund von Kontrollverlust über die Mediennutzung. Eine laufende Studienreihe in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf untersucht seit 2019 diese Entwicklungen.
Trotz eines leichten Rückgangs der durchschnittlichen Nutzungsdauer von sozialen Medien an normalen Wochentagen auf 2,7 Stunden und 3,3 Stunden am Wochenende bleibt der Vorsitzende der DAK-Gesundheit, Andreas Storm, besorgt. Er fordert Maßnahmen, um das Abgleiten in die Abhängigkeit zu verhindern. Neben einem Ruf nach stärkeren Altersgrenzen, die beispielsweise auf dem CDU-Parteitag diskutiert werden sollen, wird auch eine verstärkte Vermittlung von Medienkompetenz ins Spiel gebracht. Aus der SPD kommen Rufe nach einem Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren, um den Zugriff auf Plattformen wie Tiktok, Instagram und Facebook besser zu steuern.

