Aktuelle geopolitische Spannungen beleben traditionelle Safe-Haven-Währungen
Die jüngsten geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten sorgen für erhebliche Bewegungen an den Devisenmärkten. Nach eigenen Angaben zweier US-Beamter hat Israel mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen, wobei die amerikanische Regierung betont, nicht in die Aktionen involviert zu sein. Berichten zufolge seien nordöstlich der iranischen Hauptstadt Teheran Explosionen zu hören gewesen.
Infolge dieser Nachrichten legte der US-Dollar zu, ebenso wie der als sicherer Hafen geltende japanische Yen und der Schweizer Franken. Das Dollar-Index, das die US-Währung gegenüber sechs anderen misst, stieg um 0,4 % auf 98,07 im frühen asiatischen Handel. Parallel dazu verlor der Dollar gegenüber dem Yen um 0,35 % und notierte bei 143 Yen pro Dollar, während der Schweizer Franken um 0,39 % auf 0,807 pro Dollar fiel.
Von den Entwicklungen auf dem Devisenmarkt blieben auch riskantere asiatische Währungen nicht unberührt. Sowohl der australische als auch der neuseeländische Dollar schwächten sich um jeweils 0,9 % ab. Noch in derselben Woche hatte ein Handelsabkommen zwischen den USA und China sowie unerwartet niedrige Inflationsdaten die Märkte gefügig gemacht, indem sie die Erwartungen auf aggressivere Zinssenkungen durch die Federal Reserve schürten. Der Dollar verzeichnete daraufhin wöchentliche Rückgänge im Vergleich zum Yen, dem Schweizer Franken und dem Euro.
Darüber hinaus reagierten auch die Rohstoffmärkte spürbar auf die Nachrichten aus dem Nahen Osten. Die Ölpreise schossen um mehr als vier US-Dollar in die Höhe, aus Furcht vor möglichen Versorgungsunterbrechungen aus der erdölreichen Region. Gold, ein weiteres beliebtes Sicherheitsinvestment, kletterte um 0,8 % und erreichte damit sein höchstes Niveau seit Anfang Mai.

