Aixtron korrigiert Jahresziele entschieden nach unten – Marktbelebung bleibt aus
Der Maschinenbauer Aixtron sieht sich gezwungen, seine Jahresprognosen aufgrund einer schwachen Marktbelebung nach unten zu korrigieren. Zusätzlich belasten ungünstige Wechselkurse das Geschäft. Der Vorstand unter der Leitung von CEO Felix Grawert rechnet nun mit einem Jahresumsatz zwischen 530 und 565 Millionen Euro, ein Rückgang von der bisher prognostizierten Spanne von bis zu 600 Millionen Euro. Bei der EBIT-Marge erwartet das Unternehmen nun nur noch 17 bis 19 Prozent, statt der ursprünglich avisierten 18 bis 22 Prozent. Der Auftragseingang von Aixtron ist im dritten Quartal laut vorläufigen Zahlen um 14 Prozent auf 124 Millionen Euro gesunken, während der Umsatz fast um ein Viertel auf etwa 120 Millionen Euro zurückging. Das operative Ergebnis lag bei 15 Millionen Euro, was einem Minus von 60 Prozent gleichkommt.
Trotz dieser Herausforderungen bleibt der CEO optimistisch und betont, dass Probleme wie Volumenverschiebungen und Wechselkurseffekte nur begrenzte Auswirkungen auf das Gesamtjahr haben dürften. Im ersten Halbjahr war Aixtron bereits mit Schwächen in bestimmten Märkten konfrontiert. Während die Optoelektronik-Nachfrage, besonders durch Lasernutzung in KI-Rechenzentren, stieg, blieben die Märkte für SiC- und GaN-Leistungselektronik hinter den Erwartungen zurück.
Jedoch sind die langfristigen Perspektiven trotz aktueller Schwierigkeiten vielversprechend. Einige Branchenkenner hatten bereits prognostiziert, dass 2025 und eventuell auch 2026 Übergangsjahre für Aixtron werden könnten. Der CEO bleibt optimistisch, dass neue Technologien wie 800-Volt-Architekturen in KI-Rechenzentren künftig für Aufwind sorgen werden. Diese neuen Architekturen könnten Chips aus GaN und SiC beinhalten, die gegenüber herkömmlichen Siliziumchips effizienter sind. Weiterentwicklung in dieser Richtung verfolgen auch Firmen wie Nvidia, Texas Instruments und Infineon. Am Freitag stabilisierte sich der Aixtron-Aktienkurs merklich nach einem anfänglichen Rückgang auf 11,675 Euro, notierte zuletzt allerdings noch 6,7 Prozent im Minus bei 12,47 Euro.

