Airbus trotzt Herausforderungen mit beeindruckendem Auslieferungsergebnis
Der europäische Flugzeughersteller Airbus hat im letzten Jahr trotz erheblicher Herausforderungen nahezu 800 Passagierjets ausgeliefert. Insgesamt fanden beeindruckende 793 Maschinen ihren Weg zu den Kunden, was einem Zuwachs von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Verzögerungen bei Überprüfungen von Rumpfverkleidungen zwangen CEO Guillaume Faury dazu, das ursprünglich gesetzte Ziel von 820 Flugzeugen im Dezember leicht zu korrigieren.
Airbus kämpft schon seit einigen Jahren mit der Einhaltung seiner ambitionierten Lieferziele. Bereits in den Jahren 2022 und 2024 waren Engpässe bei Zulieferern, insbesondere bei Triebwerken, der Grund für die Nichterreichung der ursprünglich gesteckten Ziele. 2025 entfielen 607 der ausgelieferten Maschinen auf die beliebte Modellfamilie A320neo sowie deren Langstreckenversion A321XLR. Auch die Modelle A350, A330neo und das kompakte A220 trugen zum Gesamtergebnis bedeutend bei.
Ein Mangel an Aufträgen ist beim europäischen Branchenprimus nicht in Sicht. Airbus sicherte sich im vergangenen Jahr Bestellungen für mehr als 1.000 Flugzeuge, sodass der gesamte Auftragsbestand auf ein Rekordniveau anwuchs. Die Produktion soll perspektivisch gesteigert werden, um diese langfristigen Perspektiven zu bedienen.
Der amerikanische Konkurrent Boeing erlebt währenddessen eine anhaltende Krise. Nach katastrophalen Zwischenfällen mit der 737 Max war der US-Konzern strengen behördlichen Reglementierungen unterworfen. Dennoch zeigt sich ein leichter Aufwärtstrend, und Boeings Auslieferungszahlen erreichten im Jahr 2025 mit 537 Jets einen bescheidenen Anstieg. Die endgültigen Jahreszahlen werden in Kürze erwartet.

