Adyen passt Wachstumsprognose wegen Handelskonflikt an
Der niederländische Zahlungsdienstleister Adyen sieht sich gezwungen, seine Erwartungen für das Umsatzwachstum in diesem Jahr zurückzuschrauben – eine Folge des Handelskonflikts, der von Donald Trump initiiert wurde. Die jüngsten Zolldrohungen führten zu einem Rückgang in der Zahlungsabwicklung, was die optimistischen Ziele zur Wachstumsbeschleunigung infrage stellt, wie das im EuroStoxx 50 gelistete Unternehmen in einer aktuellen Mitteilung bekannt gab.
Adyen rechnet nun damit, dass der währungsbereinigte Umsatz im Jahr 2023 auf einem Level mit dem Zuwachs des ersten Halbjahres liegen wird. In den ersten sechs Monaten bis Ende Juni verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzanstieg um 20 Prozent auf fast 1,1 Milliarden Euro. Währungsbereinigt entsprach dies einem Wachstum von 21 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 erreichte der Erlös ein Plus von 23 Prozent und summierte sich auf rund zwei Milliarden Euro.
Dieses Zurückrudern auf ein stabileres, aber weniger dynamisches Wachstum zeigt, wie stark externe wirtschaftliche Faktoren selbst auf innovative Tech-Unternehmen einwirken können. Adyen versucht nun, sich unter den herausfordernden Rahmenbedingungen neu zu orientieren und die Balance zwischen globalen Entwicklungen und Unternehmenszielen zu finden.

