Adyen in Turbulenzen: Trüber Ausblick drückt Aktienkurs
Die Anleger des niederländischen Zahlungsdienstleisters Adyen fanden sich am Donnerstag mit wenig erfreulichen Nachrichten konfrontiert. Eine pessimistische Prognose ließ die Aktien des Unternehmens im frühen Handel um über 20 Prozent auf den tiefsten Stand seit April absacken. Trotz der angespannten Lage erholten sich die Papiere bis zum Handelsende teilweise und schlossen mit einem Rückgang von rund 5 Prozent bei 1.392,60 Euro. Damit war Adyen der schwächste Wert im gut gefüllten EuroStoxx 50.
Ursprung der Misere sind die unerwartet geringen Zahlungstransaktionen im ersten Halbjahr, verursacht durch drohende Zollprobleme. Diese Entwicklung lässt die ersehnte Wachstumsbeschleunigung für Adyen in diesem Jahr in weiter Ferne rücken. Experten zeigten sich enttäuscht, auch wenn die etwas schwächeren Halbjahreszahlen bereits von einigen Marktteilnehmern erwartet wurden.
Vor diesem Hintergrund stufen Analysten, wie bei Berenberg, den neuen Ausblick eher am unteren Rand der Erwartungen ein. Trotz der aktuellen Herausforderungen sehen sie jedoch langfristig, über das Jahr 2025 hinaus, eine starke fundamentale Lage für das Unternehmen. Bei Jefferies wird die momentane Kursschwäche sogar als potenzielle Kaufgelegenheit interpretiert.

