Adidas und Puma unter Druck: Kursverluste nach enttäuschenden Geschäftszahlen
Die Aktienmärkte reagierten empfindlich auf die neuesten Geschäftszahlen der deutschen Sportartikelriesen Adidas und Puma, die beide mit Kursverlusten zu kämpfen haben. Adidas enttäuschte die Anleger erneut, nachdem das Unternehmen zum zweiten Quartal seine Prognosen bestätigte, diese aber nicht verbesserte. Infolge dieser Nachricht senkten mehrere Analysten ihre Kursziele.
Die negative Stimmung drückte die Aktien von Adidas im Dax um 2,5 Prozent auf 170,60 Euro, nachdem sie bereits am Vortag starke Verluste hinnehmen mussten. Auch Puma stand im Rampenlicht, denn die Aktien des Unternehmens sanken im MDax um 2,5 Prozent auf 18,94 Euro. Ein wesentlicher Grund war ein negativer Kommentar der Baader Bank, die ihre Bewertung von „Add“ auf „Reduce“ herabstufte.
Analyst Volker Bosse reduzierte zudem das Kursziel deutlich, da er eine langsame Erholung des Geschäftes erwartete. Er verwies auf Kommentare des neuen Puma-Chefs Arthur Hoeld, der das Jahr 2025 als Neustart und 2026 als Übergangsjahr einordnete. Adidas musste sich mit herabgestuften Kurszielen von Goldman Sachs, Citigroup und Bank of America auseinandersetzen, dennoch halten Letztere an ihrer Kaufempfehlung fest.
Hauptkritikpunkt der Experten sind die enttäuschenden Umsätze im zweiten Quartal. Im Vergleich dazu steht der Konkurrent Nike, der auf Verbesserungen hinweist und zusätzlichen Druck auf Adidas ausübt. Für Puma warfen die zuvor bekanntgegebenen schwachen Quartalszahlen Schatten voraus.
Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank erinnerte daran, dass das Unternehmen bereits aufgrund nachlassender Markendynamik mit einer heftigen Gewinnwarnung schockte. Von der für Ende Oktober geplanten Strategieüberarbeitung erhofft er sich neue Impulse und Klarheit, wie Puma im umkämpften Markt seine Marke neu positionieren und Produkte künftig wieder zu vollen Preisen anbieten will.

