ACS will Hochtief übernehmen
16. September 2010, 10:21 Uhr · Quelle: Dow Jones
(NEU: Details, Hintergrund, Aktienkurs)
Von Natali Schwab DOW JONES NEWSWIRES
FRANKFURT/ESSEN (Dow Jones)--Der spanische Baukonzern ACS will den deutschen Wettbewerber Hochtief mittels eines Aktientausches vollständig übernehmen. ACS biete 8 eigene für je 5 Hochtief-Aktien, teilte das Unternehmen am Donnerstag in einer Eingabe an die spanische Börse mit. Bisher hält ACS knapp 30% an der Essener Hochtief AG. Es handele sich um ein freiwilliges Übernahmeangebot, so ACS.
Hochtief selbst hat noch keine Offerte vorliegen. "Bei uns ist bisher kein Angebot eingegangen", sagte ein Sprecher Dow Jones Newswires. "Wenn eines vorliegen sollte, werden wir das natürlich sorgfältig prüfen und werden dann eine qualifizierte Stellungnahme abgeben."
Die Aktien von ACS waren am Vormittag zunächst vom Handel ausgesetzt, nachdem eine spanische Zeitung über die mögliche Offerte spekuliert hatte. Basierend auf dem ACS-Schlusskurs vom Mittwoch würde die Hochtief-Aktie mit 55,68 EUR bewertet und damit noch unter dem Vortagesschluss von 56,31 EUR.
Der Markt zeigte sich enttäuscht von den Konditionen, die Aktie, die zwischenzeitlich auf ein Tageshoch von 62,22 EUR geklettert war, fiel sogar kurzzeitig ins Minus. "Das ist eine ziemliche Enttäuschung und entspricht noch nicht einmal dem Wert von Leighton", so ein Teilnehmer. Die australische Hochtief-Tochter Leighton, die selbst in Sydney börsennotiert ist, gilt das wichtigstes Asset von Hochtief.
In der Eingabe von ACS hieß es weiter, der Konzern behalte sich das Recht vor, die Bedingungen des Gebots zu verändern.
ACS hatte im März 2007 25% an Hochtief für rund 1,3 Mrd EUR übernommen. Eine Option auf den Kauf weitere Anteile übte der Konzern im März 2009 aus und hält seitdem 29,98%.
Die Aktie von Hochtief stieg bis 12.17 Uhr um 3,2% auf 58,14 EUR. ACS wurden nach Wiederaufnahme mit 35,48 EUR EUR gehandelt, ein Plus von 2%.
Webseite: www.abcdesevilla.es www.hochtief.de
-Von Natali Schwab, Dow Jones Newswires, +49 69 29725119, [email protected] (Barbara Millner in Frankfurt und Bernd Radowitz in Madrid haben zu diesem Bericht beigetragen) DJG/nas/jhe
Von Natali Schwab DOW JONES NEWSWIRES
FRANKFURT/ESSEN (Dow Jones)--Der spanische Baukonzern ACS will den deutschen Wettbewerber Hochtief mittels eines Aktientausches vollständig übernehmen. ACS biete 8 eigene für je 5 Hochtief-Aktien, teilte das Unternehmen am Donnerstag in einer Eingabe an die spanische Börse mit. Bisher hält ACS knapp 30% an der Essener Hochtief AG. Es handele sich um ein freiwilliges Übernahmeangebot, so ACS.
Hochtief selbst hat noch keine Offerte vorliegen. "Bei uns ist bisher kein Angebot eingegangen", sagte ein Sprecher Dow Jones Newswires. "Wenn eines vorliegen sollte, werden wir das natürlich sorgfältig prüfen und werden dann eine qualifizierte Stellungnahme abgeben."
Die Aktien von ACS waren am Vormittag zunächst vom Handel ausgesetzt, nachdem eine spanische Zeitung über die mögliche Offerte spekuliert hatte. Basierend auf dem ACS-Schlusskurs vom Mittwoch würde die Hochtief-Aktie mit 55,68 EUR bewertet und damit noch unter dem Vortagesschluss von 56,31 EUR.
Der Markt zeigte sich enttäuscht von den Konditionen, die Aktie, die zwischenzeitlich auf ein Tageshoch von 62,22 EUR geklettert war, fiel sogar kurzzeitig ins Minus. "Das ist eine ziemliche Enttäuschung und entspricht noch nicht einmal dem Wert von Leighton", so ein Teilnehmer. Die australische Hochtief-Tochter Leighton, die selbst in Sydney börsennotiert ist, gilt das wichtigstes Asset von Hochtief.
In der Eingabe von ACS hieß es weiter, der Konzern behalte sich das Recht vor, die Bedingungen des Gebots zu verändern.
ACS hatte im März 2007 25% an Hochtief für rund 1,3 Mrd EUR übernommen. Eine Option auf den Kauf weitere Anteile übte der Konzern im März 2009 aus und hält seitdem 29,98%.
Die Aktie von Hochtief stieg bis 12.17 Uhr um 3,2% auf 58,14 EUR. ACS wurden nach Wiederaufnahme mit 35,48 EUR EUR gehandelt, ein Plus von 2%.
Webseite: www.abcdesevilla.es www.hochtief.de
-Von Natali Schwab, Dow Jones Newswires, +49 69 29725119, [email protected] (Barbara Millner in Frankfurt und Bernd Radowitz in Madrid haben zu diesem Bericht beigetragen) DJG/nas/jhe

