Abverkauf an der Wiener Börse: ATX verliert an Schwung
Ein deutlicherer Rückgang prägte den Handel an der Wiener Börse am Donnerstag, als der ATX mit einem Minus von 0,75 Prozent auf 5.578,55 Punkte den Handelstag abschloss. Der Leitindex, der seit Jahresbeginn ein bemerkenswertes Wachstum verzeichnet hatte, musste damit erstmals einen Dämpfer hinnehmen, bleibt aber weiterhin fast fünf Prozent im Plus. Ein starker Verkaufsdruck an den US-Märkten, verursacht durch Microsofts enttäuschenden Quartalsbericht, übertrug sich auf die europäischen Börsen. In Frankfurt verschlechterte ein Kurseinbruch bei der SAP-Aktie zusätzlich die Stimmung.
In Wien standen unterdessen die Geschäftszahlen von Bajaj Mobility im Fokus. Der Konzern, ehemals Pierer Mobility, musste 2025 einen erheblichen Umsatzverlust hinnehmen. Trotz eines Sanierungsgewinns von 1,19 Milliarden Euro wird für das Jahr ein Gewinn von 590 Millionen Euro nach Steuern erwartet. Dennoch rutschten die Bajaj-Aktien um 1,5 Prozent ab. Die kanadische Bank RBC überarbeitete ihr Rating für die OMV-Aktie, senkte es von “sector-perform” auf “underperform” und reduzierte das Kursziel von 50 auf 46 Euro. Trotz dieser Herabstufung stiegen die OMV-Aktien um 0,7 Prozent auf 50,10 Euro.
Rote Zahlen prägten den Technologiebereich, in dem AT&S um 3,8 Prozent nachgab, während Voestalpine eine Abschwächung von 1,7 Prozent verzeichnete. Letzterer Konzern gab zudem die Trennung von seiner niederösterreichischen Tochterfirma Böhler Profil bekannt, welche an den US-Konzern Kadant verkauft wird. Bei den Banken-Aktien konnte die Raiffeisen Bank International um 1,5 Prozent zulegen, während die Bawag ein Minus von 0,8 Prozent verzeichnete und die Papiere der Erste Group um zwei Prozent fielen. Die Austriacard-Aktien zeigten sich weiterhin gefragt und stiegen um 6,7 Prozent, nachdem sie bereits am Vortag einen kräftigen Kursanstieg von neun Prozent verbucht hatten.

