Abschied von einem Stahlgiganten – F60 verabschiedet sich aus der Lausitz
Mit der kontrollierten Sprengung der legendären Abraumförderbrücke F60 endete ein prägendes Kapitel der Lausitzer Bergbaugeschichte. Die eindrucksvolle Stahlkonstruktion im ehemaligen Tagebau Jänschwalde, einst Symbol der Braunkohleförderung, hinterlässt eine Lücke im Herzen vieler, die über Jahrzehnte die Energieerzeugung in der Region geprägt haben.
Emotional und voller Anerkennung äußerte sich Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke. Er dankte der F60 für ihre langjährigen Dienste, die weit über die Region hinaus reichten. Die Förderbrücke, einst als zentraler Bestandteil der Strom- und Wärmeerzeugung aktiv, hat unermüdlich zur Sicherung der Energieversorgung beigetragen und dabei Großes geleistet.
Der Wandel in der Lausitz ist in vollem Gange. Über 45 Jahre trug die F60 zur Stromversorgung bei und bewegte beeindruckende Mengen an Erde und Kohle. Doch mit dem beschlossenen Kohleausstieg bis 2038 entsteht dort nun eine neue Ära: Große Wind- und Solarparks sollen der Region eine grünere Zukunft bescheren.
Leag-Vorstandschef Adi Roesch, der die F60 als Meisterwerk der Ingenieurskunst würdigte, sieht im Wandel des Reviers eine große Chance. Das geplante Industrie- und Energieareal Jänschwalde soll obendrein ein innovatives Zentrum für erneuerbare Energien werden. Die Demontage der gigantischen Stahlteile wird noch bis zum Herbst andauern, flankiert von Maßnahmen zur Landschaftsgestaltung und der Fortentwicklung grüner Technologien.
Für viele war die Sprengung der F60 ein bewegender Schlussakkord, der live im Internet verfolgt werden konnte. Sie markiert einen klaren Schnitt vom Kohlezeitalter hin zu einer nachhaltigen Energiezukunft, die auch Berlin in schwierigen Zeiten verlässlich mit Strom versorgen wird, wie einst mit der F60.

