140. Vollversammlung tagte: Beschlüsse und Informationen zu vielen Zahlenpaketen
Jahresabschluss 2024 festgestellt – Ministerium sichert weitere Unterstützung bei anstehenden Aufgaben zu – Betriebsentwicklung rückläufig

22. Juli 2025, 14:12 Uhr · Quelle: LifePR
Die 140. Vollversammlung der Handwerkskammer Mannheim beleuchtet wichtige Beschlüsse und Herausforderungen des Handwerks. Ein positiver Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung und neue Initiativen zur Unterstützung werden hervorgehoben.

Mannheim, 22.07.2025 (lifePR) - Mit dem Jahresabschluss 2024 lag der Vollversammlung der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald in ihrer 140. Sitzung am Donnerstag ein wichtiges Zahlenwerk vor. Jeweils einstimmig erfolgte der Beschluss zur Rücklagenbildung 2024, zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Entlastung von Präsidium, Vorstand, Geschäftsführung und Wirtschaftsführung.

Von der Aufsichtsbehörde, dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg, war die Leitende Ministerialrätin Martina Oschmann zur Sitzung der Vollversammlung nach Mannheim gekommen. Sie machte Mut mit der Botschaft, dass es nach fast drei Jahren Rezession und einer langen Investitionszurückhaltung bei den Unternehmen, nun Licht am Ende des Tunnels gebe. Auch für das Handwerk könne es Anlass zum Aufatmen geben. Martina Oschmann nahm hierbei Bezug auf den aktuellen Konjunkturbericht von Handwerk BW, dem zufolge sich die Handwerker im Land im Großen und Ganzen zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage zeigten. „Gerade auch im Bauhauptgewerbe könnte sich eine Erholung abzeichnen“, so die Leitende Ministerialrätin. „Die landesweiten Verbesserungen bei den Aufträgen und Umsätzen sprechen jedenfalls dafür – auch wenn mir die Rückgänge bei der Auslastung im Bau-Handwerk in Ihrem Kammerbezirk bewusst sind. Dennoch geben einige Indikatoren Hoffnung auf eine Stabilisierung in den kommenden Monaten.“

Unterstützung vom Land

Martina Oschmann bestätigte das Handwerk als einen sicheren Arbeitgeber und Stabilitätsanker für die baden-württembergische Wirtschaft, was nicht selbstverständlich sei. Das Wirtschaftsministerium wolle auch in Zukunft nach Kräften unterstützen. „Konkret werden allein im Doppelhaushalt 2025/2026 rund 60 Millionen Euro Landesmittel für das Handwerk bereitgestellt“, sagte die Leitende Ministerialrätin. Damit profitiere das Handwerk „überdurchschnittlich“ von den zahlreichen Maßnahmen auf Grundlage des Mittelstandsförderungsgesetzes, auch im Bereich Existenzgründungen und Unternehmensnachfolgen. Die Ministerialrätin verwies auch auf die Meisterprämie und Meistergründungsprämie, die es nur für Jungmeister des Handwerks gebe, oder die Förderung der überbetrieblichen Berufsbildungsstätten.

Weniger Meisterbetriebe

„Gerne weiter so und gerne auch ein bisschen mehr“, griff Präsident Klaus Hofmann das Unterstützungsangebot aus Stuttgart mit Blick auf den Investitionsbedarf der hiesigen Bildungsakademie auf. In seinem Bericht ging der Präsident unter anderem auf die Betriebsentwicklung im Kammergebiet bis zur Jahresmitte ein. „Wir sehen eine Entwicklung, die uns alle nachdenklich stimmen muss“, sagte er. So habe man im ersten Halbjahr 233 Betriebe verloren, wobei die rückläufige Entwicklung insbesondere im meisterpflichtigen Handwerk unverändert sei. Die Zahl der Mitgliedsbetriebe im A-Handwerk ging um 158 auf 8.977 (mit Stand zum 30. Juni 2025) zurück. Dabei gebe insbesondere die Entwicklung, in den vergangenen zwölf Monate betrachtet, Anlass zur Sorge. Während bis zum 30. Juni 2024 durchschnittlich sechs meisterpflichtige Betriebe pro Monat weniger zu verzeichnen waren, stieg der durchschnittliche Rückgang pro Monat zum Jahresabschluss 2024 auf knapp zehn Betriebe und betrage aktuell 26 Betriebe. „Dieser Abwärtstrend ist Resultat eines knapp 14-prozentigen Rückgangs der Eintragungen bei gleichzeitigem Anstieg der Löschungen von fast 17 Prozent“, so Präsident Klaus Hofmann.

Attraktivität wahren

Vizepräsidentin Jutta Knapp ging in ihrem Bericht auf die gemeinsame Erklärung der Arbeitnehmervizepräsidenten der Handwerkskammern anlässlich der Koalitionsverhandlungen auf Bundesebene ein. „Bereits heute fehlen dem Handwerk 113.000 bis 250.000 Fachkräfte“, sagte sie. „Öffentlich geführte Diskussionen und Forderungen aus dem Handwerk zur Höhe des Mindestlohns und zur Senkung von Arbeitszeit- und Arbeitsschutzstandards und faktische Rentenkürzungen sind hier das falsche Signal.“ Stattdessen seien attraktive Arbeitsbedingungen und Entwicklungsperspektiven für die Beschäftigten wichtig für die Zukunft des Handwerks. Auch bezahlbarer Wohnraum gehöre dazu, um Nachwuchs und Fachkräfte fürs Handwerk zu gewinnen. Die Vizepräsidentin lobte den regionalen Auftritt des Handwerks auf der Jobs for Future oder beim Maimarkt und unterstrich, wie wertvoll es sei, die Berufe zum Anfassen und Ausprobieren zu präsentieren.

Beschluss zur Validierung

Den Beschlussvorlagen aus dem Berufsbildungsausschuss stimmte das Gremium einstimmig zu. Darunter auch zwei Punkten zum Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetz, zu dem Vizepräsident Steffen Haug Erläuterungen gab. So sollen durch die Validierung langjährige Berufserfahrungen durch ein geregeltes Verfahren ,,sichtbar" gemacht und festgestellt werden, ob die berufliche Handlungskompetenz einer ungelernten Person mit der Kompetenz einer ausgelernten Fachkraft vergleichbar sei. „Auch eine vollständige Validierung führt lediglich zu einer Bescheinigung, nicht aber zu einem Gesellenbrief“, informierte Steffen Haug. Er wies darauf hin, dass die Handwerkskammern aktuell kaum Interesse am Validierungsverfahren feststellten. In Mannheim sei aktuell noch kein einziger Antrag eingegangen. Zuständig ist die hiesige Kammer für acht Berufe, nämlich Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Bäcker, Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk im Fachbereich Bäcker, Fahrzeuglackierer, Friseur, Maler und Lackierer, Tischler sowie Zahntechniker.

Bildung & Karriere / Handwerk / Wirtschaft / Fachkräfte / Meisterbetriebe
[lifepr.de] · 22.07.2025 · 14:12 Uhr
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