Zwischenfälle trüben Waffenruhe im Gazastreifen: Spannungen flammen erneut auf
Im Gazastreifen sind, trotz der bestehenden Waffenruhe, abermals Spannungen zwischen israelischen Streitkräften und palästinensischen Gruppen aufgeflammt. Nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa wurden im Viertel Tuffah im Osten von Gaza zwei Personen durch israelischen Beschuss getötet, wobei die Information von einer Klinik stammt und die neutralen Bestätigungen noch ausstehen.
Israelische Militärkreise gaben bekannt, dass zwei Vorfälle im Nachbarviertel Schedschaija stattfanden, wo Palästinenser die „gelbe Linie“ überschritten haben sollen. Diese Markierung symbolisiert die von der Armee als Teil der Waffenruhe ausgehandelten Rückzugsgrenze. Die Palästinenser, die von israelischer Seite als Bedrohung eingestuft und als „Terroristen“ bezeichnet wurden, näherten sich dem Militär, sodass die Soldaten das Feuer eröffneten. Über Verletzte oder Tote machte das Militär keine Angaben, und die Verbindung dieses Vorfalls mit den von Wafa gemeldeten Ereignissen bleibt unklar.
Die noch frische Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas hatte bereits am Sonntag einen entscheidenden Test zu bestehen. Nachdem im Süden des Gazastreifens Soldaten mit einer Panzerfaust angegriffen wurden, was den Tod von zwei Soldaten nach sich zog, reagierte Israel mit den intensivsten Luftangriffen seit dem Beginn der Waffenruhe am 10. Oktober. Dabei kamen nach Angaben von Krankenhäusern 44 Palästinenser ums Leben, während die Hamas ihre Beteiligung an dem Angriff vehement zurückweist. Israel erklärte, sich weiterhin an die getroffenen Vereinbarungen halten zu wollen, jedoch auf jede Verletzung entschlossen zu reagieren.

