Zwischen Wirtschaftsmächten: Hoffnung auf Dialog im Handelskonflikt
Inmitten der Spannungen des anhaltenden Handelsstreits zwischen den Vereinigten Staaten und China strebt US-Finanzminister Scott Bessent eine direkte Kommunikation mit dem chinesischen Vize-Ministerpräsidenten He Lifeng an. Ein Gespräch ist noch für den Freitagabend geplant, bevor eine weitere Zusammenkunft in Malaysia erwartet wird. Bessent äußerte während eines Treffens des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus seinen Optimismus, dass der Präsident möglicherweise mittels seiner Beziehung zu Chinas Präsident Xi Jinping einen Weg zur Einigung finden könnte.
In einem vorab veröffentlichten Interview mit Fox News bezeichnete Trump die von ihm angedrohten Zölle als wirtschaftlich unverantwortlich. Er hob hervor, dass ein kumulierter Gesamtzollsatz von 157 Prozent nicht tragbar wäre und betonte, China habe ihn zu solchen Maßnahmen gedrängt. Trump plant, ab dem 1. November Zölle in Höhe von 100 Prozent auf chinesische Importe einzuführen, gekoppelt mit zusätzlichen Kontrollen von Softwareexporten.
Peking hat mittlerweile angekündigt, seine Exportkontrollen auf seltene Erden zu erweitern, wodurch Ausfuhrgenehmigungen für zwölf der 17 wirtschaftlich bedeutenden Metalle erforderlich werden. Diese Maßnahmen könnten im November oder Dezember wirksam werden. Vor diesem Hintergrund richtet sich der Fokus auf das baldige Treffen von Trump und Xi Jinping in Südkorea, welches zuletzt für Ende Oktober geplant war. Während seiner Unterredung mit Selenskyj bekräftigte der US-Präsident seine Pläne, Xi in Kürze persönlich zu treffen und so die Weichen für eine mögliche Lösung des Konflikts zu stellen.

