Zunehmende Beschwerden über private Parkplatzbewirtschaftung in Deutschland
In Deutschland häufen sich die Beschwerden über private Parkplatzbewirtschaftung, wie Verbraucherzentralen aus verschiedenen Bundesländern berichten. Nutzer kritisieren insbesondere unklare Regeln, hohe Vertragsstrafen und die mangelhafte Erreichbarkeit der Anbieter. Problematisch seien vor allem schrankenlose Parkplätze mit Kennzeichenerfassung, bei denen schnell dreistellige Strafbeträge entstehen können.
Ein besonders auffälliger Fall ereignete sich in Hannover, als eine Autofahrerin trotz angezeigter "0 Euro" Parkgebühr 47 Euro zahlen musste, da sie die Freiparkzeit überschritten hatte. Ähnliche Fälle seien auch in Hessen bekannt. Die Verbraucherschützer beklagen immer wieder unzureichende Beschilderungen und Intransparenz bei den Geschäftsbedingungen.
Ein weiteres Problem sei das Fehlen von Belegen am Kassenautomaten sowie mögliche Tippfehler bei der Kennzeicheneingabe, wie die Verbraucherzentrale Bayern berichtet. Obwohl die Anbieter wie Mobility Hub auf eine reibungslose Abwicklung der meisten Parkvorgänge verweisen, bleiben Fragen zur Angemessenheit der Vertragsstrafen.
Auch Unternehmen wie "Park & Control" und Wemolo betonen die geringen Prozentsätze an Verstöße und die Wirksamkeit ihrer digitalen Systeme. Die Verschärfung der Parkplatzbewirtschaftung betrifft vor allem urbane Gebiete, Sehenswürdigkeiten und Supermärkte.
Unternehmen wie Lidl, Aldi Nord und Kaufland betonen, sie würden nicht von Vertragsstrafen profitieren. Kaufland hat aufgrund von Kundenfeedback sogar Verträge mit Dienstleistern angepasst oder aufgelöst. Verbraucherschützer raten, bei Unklarheiten unbedingt Beweise zu sammeln und rechtlichen Rat in Anspruch zu nehmen.

