Zukunft der Mobilität: Kritische Stimmen vor dem Autogipfel debattieren über E-Fahrzeuge
In der Debatte um die Zukunft der deutschen Autoindustrie meldet sich die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge mit deutlichen Worten zu Wort. Im Vorfeld des anstehenden Autogipfels übt sie scharfe Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz und seinem Kurs bezüglich der Elektromobilität. Dröge wirft Merz, der der CDU angehört, vor, mit einer rückwärtsgewandten Politik die deutsche Automobilproduktion auszubremsen. Während international der Elektroantrieb auf dem Vormarsch sei, stünden deutsche Hersteller ihrer Ansicht nach still.
Im Zentrum der Kontroverse steht Merz' Ziel, das geplante EU-weite Verbot von Neuzulassungen von Verbrennerfahrzeugen ab 2035 aufzuheben. Ein Vorstoß, der auf dem Prinzip der Technologieoffenheit fußt, jedoch innerhalb der Koalition, insbesondere in der SPD, auf Widerstand stößt. Im Kanzleramt wird am Donnerstag ein Treffen stattfinden, an dem sowohl Vertreter der Bundesländer, der Automobilindustrie als auch Gewerkschaften teilnehmen, um Strategien zur Bewältigung der derzeitigen Krise in der Autobranche zu diskutieren.
Dröge warnt eindringlich, dass Deutschland Gefahr laufe, gegenüber Ländern wie China ins Hintertreffen zu geraten, wo Elektroautos bereits in millionenfacher Anzahl vom Band laufen. Angesichts der steigenden heimischen Nachfrage nach Elektrofahrzeugen fordert sie entschlossene Maßnahmen, darunter sozial gerechte Leasingprogramme für E-Autos und einen flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur, insbesondere in ländlichen Regionen.

