Zukunft der Allgemeinen Sozialberatung sichern
Steigender Bedarf erfordert Verantwortungsgemeinschaft zwischen Trägern und öffentlicher Hand

30. September 2025, 10:03 Uhr · Quelle: LifePR
Mit steigenden Energiekosten suchen mehr Menschen die Allgemeine Sozialberatung auf, um Armut und Krisen zu bewältigen. Caritas und Diakonie warnen vor Einschränkungen und fordern Landesmittel für stabile Unterstützung.

Stuttgart/Freiburg/Karlsruhe, 30.09.2025 (lifePR) - Mit Beginn der kalten Jahreszeit steigen Heiz- und Energiekosten. In der Sorge, dass sie ihre Nebenkosten oder die kommende Jahresabrechnung nicht mehr bezahlen können, suchen in diesem Zeitraum viele Menschen Unterstützung in Anlaufstellen der Allgemeinen Sozialberatung der kirchlichen Wohlfahrtsverbände. Die Allgemeine Sozialberatung ist für viele Betroffene die erste Anlaufstelle. In allen 44 Landkreisen in Baden-Württemberg (s. Standortkarte) beraten Caritas und Diakonie Menschen in persönlichen und sozialen Notlagen – sei es bei drohender Armut, Wohnungsverlust, Schulden oder Krankheit. Das Angebot ist kostenlos, für alle offen, vertraulich und ohne bürokratische Hürden. Finanziert wird der Dienst in den meisten Landkreisen ausschließlich aus kirchlichen Mitteln.

Doch mit den massiven Rückgängen der Kirchensteuermittel stoßen die Träger an ihre Grenzen. Zugleich melden die Beratungsstellen insgesamt einen spürbar steigenden Bedarf: Immer mehr Menschen wenden sich an den Dienst, weil sie persönlich von finanziellen Unsicherheiten und anderen persönlichen Problemen betroffen sind. Das Angebot der Allgemeinen Sozialberatung ist deshalb zukünftig auf eine Stärkung angewiesen. Mit ihrem Dienst für Menschen in Not stehen Kirchen zu ihrer Verantwortung. Um das Beratungsangebot erhalten zu können, fordern Diakonie und Caritas das Land Baden-Württemberg und die Kommunen auf, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Der Vorschlag: Die Mittel, die Land und Kommunen einbringen, könnten anhand der Einwohnerzahlen bemessen werden. 60 Cent pro Bürger*in und Jahr, ergänzend zu den kirchlichen Mitteln, würden eine stabile Grundfinanzierung für die Allgemeine Sozialberatung darstellen.

Frühzeitig helfen – hohe Folgekosten vermeiden
„Unsere Beratung setzt früh an und verhindert, dass sich aus einem Problem eine ganze Kette an Folgeproblemen entwickelt – die später für die öffentliche Hand teuer werden“, so die Vorstände der vier kirchlichen Wohlfahrtsverbände. Besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei das Angebot wichtiger denn je. Auch Menschen mit mittlerem Einkommen geraten angesichts einer schwachen Wirtschaft in existenzielle Krisen, etwa durch Jobverlust, Kurzarbeit oder Krankheit. Auch sie profitierten von der präventiven Seite der Beratung und könnten früh gegensteuern.

Empowerment statt Abhängigkeit
Beratung stabilisiert in erster Linie die Hilfesuchenden und stärkt deren Selbstwirksamkeit. Sie eröffnet ihnen einen klaren Blick auf ihre Möglichkeiten – auch auf rechtlicher Ebene. Viele Hilfesuchende lernen Anträge zu stellen, Behördenpost zu verstehen und eigene Lösungen zu finden. Mit jedem Gespräch wachse ihr Mut und oft auch das Vertrauen in die eigene Kraft, berichten die Berater*innen vor Ort. Sie bestätigen: Der präventive Effekt von Beratung ist beachtlich. Sie muss so früh wie möglich ansetzen – bevor sich aus einem Problem mehrere entwickeln.

Unverzichtbare Clearingstelle in jedem Landkreis
Die Allgemeine Sozialberatung gibt es flächendeckend – von Heilbronn über Karlsruhe und Freiburg bis an den Bodensee. Sie ist gut zu erreichen, arbeitet eng mit Fachstellen, sozialen Diensten und Kirchengemeinden zusammen und vermittelt Ratsuchende gezielt an passende Unterstützungsangebote wie etwa eine Schuldnerberatung. „Dieses Angebot darf nicht wegbrechen. Es ist ein Rettungsanker für viele – und letztlich ein Gewinn für die ganze Gesellschaft“, so der Appell der Vorstände an die Landespolitik.

EineStrandortkartemit den Beratungsstellen Allgemeine Sozialberatung der Caritas und der Diakonie in Baden-Württemberg finden Sie unter:https://cms.carinet.de/cms/contents/caritas-rottenburg-s/medien/dokumente/presse/kasa-beratungsstelle/karte_kasa-beratungsstellen_2025.pdf

Mehr dazu auch in einer Stellungnahme der Liga unter:Visionen, Potentiale, Wirkungen – Die Zukunft der Migrationsgesellschaft gestalten

Die kirchlichen WohlfahrtsverbändeCaritas und Diakonie in Baden-Württembergengagieren sich spitzenverbandlich für die Interessen von armen, benachteiligten und hilfebedürftigen Menschen.

Als Dachverbände vertreten sie mehr als 7.520 evangelische und katholische Einrichtungen und Dienste, in denen über 1,48 Millionen Personen betreut und begleitet werden. In den Verbänden arbeiten rund 172.700 hauptamtliche und etwa 130.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Angebote von Diakonie und Caritas richten sich an alte und pflegebedürftige Menschen, Kinder, Jugendliche und Familien, Arbeitslose, Wohnungslose, Menschen mit Behinderung, Menschen mit Fluchterfahrung oder mit einer Suchterkrankung, überschuldete und andere arme Menschen.

Die vier kirchlichen Wohlfahrtsverbände in Baden-Württemberg sind:
Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg, Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Diakonisches Werk Baden, Diakonisches Werk Württemberg.

Familie & Kind / Sozialberatung / Armut / Finanzierung / Baden-Württemberg
[lifepr.de] · 30.09.2025 · 10:03 Uhr
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