Zu viel ist zu viel: Hunderte Land- und Forstwirte demonstrieren gegen Haushaltspolitik der Bundesregierung
Am Sonntagnachmittag fanden in Magdeburg Proteste gegen die Haushaltspolitik der Bundesregierung statt. Unter dem Motto "Zu viel ist zu viel" versammelten sich Hunderte Land- und Forstwirte aus verschiedenen Bundesländern, um gegen die Belastungen für ihre Branche zu protestieren. Laut Polizei nahmen rund 900 Personen an der Demonstration teil, obwohl ursprünglich 5000 angemeldet waren. Die Demonstranten brachten ihre Unzufriedenheit unter anderem mit dem Slogan "Ampel-Irrsinn nicht auf dem Rücken der Bauern" und "Politischer Mist düngt nicht" auf Schildern und Transparenten zum Ausdruck. Um ihren Forderungen Gehör zu verschaffen, fuhren viele Demonstranten mit hupenden Traktoren bis zum Magdeburger Domplatz. Etwa 200 Traktoren und Lastwagen wurden von den Beamten gezählt.
Martin Dippe, der Präsident des Bauernbundes Sachsen-Anhalt, betonte, dass es den Landwirten nicht allein um ihre eigenen Belange gehe, sondern um die Anliegen der gesamten Gesellschaft. Die Regierung müsse ihre Politik ändern und aufhören, die Landwirte zusätzlich zu belasten. Dippe ist der Meinung, dass die Proteste nicht einfach ignoriert werden dürfen.
Die Landwirte haben in den letzten Wochen bundesweit gegen die geplante Abschaffung von Steuerentlastungen für den Agrardiesel in mehreren Schritten protestiert. Obwohl die Bundesregierung bereits weitergehende Pläne zurückgezogen hat, sind die Landwirte weiterhin unzufrieden. Zusätzlich zu den Steuerentlastungen kritisieren sie auch die Verringerung der Beihilfen aus Brüssel, die Erhöhung der Lkw-Maut und bürokratische Hürden. Mehrere Bauernorganisationen hatten zu der Demonstration aufgerufen. (eulerpool-AFX)

