Zollstreit zwischen EU und USA: Costa kritisiert Trumps Ankündigungen scharf
In einer aufsehenerregenden Stellungnahme hat der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, die kürzlich von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zollmaßnahmen scharf verurteilt. "Zölle wirken wie Steuern und führen zur Anheizung der Inflation sowie zur Schaffung von Unsicherheit, was das Wirtschaftswachstum bremst", erklärte der Portugiese auf sozialen Medien-Plattformen.
Costa betonte, dass freier und fairer Handel entscheidend für die Förderung von Wohlstand sei. Nur durch offenen Handel könnten Arbeitsplätze geschaffen und Lieferketten gestärkt werden. In diesem Zusammenhang bekräftigte er die Geschlossenheit der Europäischen Union und unterstrich deren Entschlossenheit, die gemeinsamen Interessen zu wahren.
Die Unterstützung der EU für die Bemühungen von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der EU-Kommission, eine gerechte Einigung mit den USA zu erzielen, wurde ebenfalls betont. Trumps überraschende Ankündigung einer 30-prozentigen Importzoll-Erhöhung ab dem 1. August fiel in eine kritische Phase der laufenden diplomatischen Verhandlungen.
Die Motivation hinter Trumps Zollpolitik sieht die EU nicht nur im erklärten Ziel, das Handelsdefizit der USA mit der EU zu reduzieren. Vielmehr wird vermutet, dass die Zölle auch als Instrument zur Generierung zusätzlicher Mittel dienen sollen, um geplante Steuersenkungen zu finanzieren.

