Zollsorgen und Bitcoin-Rekorde: Eine Woche voller Marktbewegungen
An den New Yorker Börsen kündigt sich nach einer Serie von Rekorden ein unruhiges Wochenende an. Auslöser ist eine Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Zölle für mehrere Länder massiv anzuheben. Besonders Kanada trifft es mit einem rekordverdächtigen Zollsatz von 35 Prozent. Bereits im vergangenen Juni hatte das republikanische Staatsoberhaupt die Handelsgespräche mit dem nördlichen Nachbarn jäh beendet.
Die Anleger in den Vereinigten Staaten reagieren prompt: Eine Stunde vor Handelsbeginn weist der Broker IG für den renommierten Dow Jones Industrial einen Rückgang von 0,6 Prozent auf 44.380 Punkte aus. Damit erhöht sich der Wochenschwund auf ein Prozent. Der technologielastige Nasdaq 100 wird mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 22.715 Punkten erwartet. Das marktbreite S&P 500 hatte erst kürzlich mit einem neuen Höchststand geglänzt.
Trotz der Handels-Turbulenzen bleibt der Optimismus bei Investoren teilweise bestehen. Viele hoffen auf positive Unternehmensberichte in der kommenden Berichtsperiode. „Angesichts der ständigen politischen Maßnahmen haben sich die Anleger fast an die Verwirrung gewöhnt“, merkt David Chao von Invesco Asset Management an. Tatsächlich zeigt sich dies auch beim Bitcoin: Der Kurs der Kryptowährung erklimmt auf Bitstamp erstmals die Marke von 118.000 US-Dollar, was die Handelsplattform Coinbase und andere Akteure belohnt.
Die Kursgewinne sind beachtlich: Coinbase erzielt einen vorbörslichen Anstieg von 0,8 Prozent, während sich die Aktien von Strategy und Mara Holdings um 2,9 beziehungsweise 3,2 Prozent verbessern. Auch Medtronic profitiert von neuen regulatorischen Entwicklungen in der Medizintechnik, was die Aktien des Unternehmens um 3,2 Prozent nach oben treibt.
Ein spannendes Kapitel im Lebensmittelsektor wird derweil neu aufgeschlagen: Der Großhändler US Foods plant seinen Konkurrenten Performance Food zu übernehmen. Diese Bewegung hebt die Aktien von Performance Food um 7 Prozent und auch die von US Foods um 1,5 Prozent an, was auf weitere Höhenflüge hindeutet.

