Zollfreiheit ade: Trumps neue Handelsstrategie erschwert Importe in die USA
Die US-Regierung hat die zollfreie Einfuhr für Warenimporte mit einem Wert unter 800 Dollar abgeschafft. Dieser Richtungswechsel wurde von Präsident Donald Trump angestoßen, nachdem zunächst die Regelung für chinesische Importe aufgehoben wurde. Ende Juli folgte dann das Aus für zollfreie Lieferungen aus aller Welt. Internationale Logistikunternehmen reagierten prompt und schränkten ihre Versände in die USA aufgrund des zusätzlichen Aufwands ein. Ziel des Weißen Hauses ist es, detailliertere Angaben zu den Paketinhalten zu erhalten.
Eines der Hauptargumente Trumps für die Abschaffung der sogenannten "De-Minimis"-Regelung sind Sicherheitsbedenken: In diesen Paketen sollen vermehrt gefährliche Drogen ins Land geschmuggelt worden sein. Der Boom zollfreier Sendungen, besonders gefördert durch Online-Plattformen wie Temu und Shein, ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen.
Seit der Aufhebung der Zollfreiheit für chinesische Waren im Mai, haben die USA einen Rückgang solcher Sendungen von vier Millionen auf eine Million pro Tag verzeichnet. Gleichzeitig wurden seitdem Zölle in Höhe von 492 Millionen Dollar eingenommen. Um chinesische Umgehungstaktiken über Drittländer zu unterbinden, gilt die neue Regelung nun weltweit. Entsprechende Waren müssen gemäß den Zollsätzen des Herkunftslands oder, für eine Übergangszeit von sechs Monaten, gegen eine Gebühr von 80 bis 200 Dollar importiert werden. Einen Ausnahme-Bonus gibt es für echte Geschenke im Wert von unter 100 Dollar.
Mehr als 90 Prozent dieser Pakete werden von Express-Dienstleistern wie FedEx oder UPS transportiert, bei denen man keine größeren Versandprobleme erwartet. Kritik vom Weißen Haus ernten hingegen reguläre Postdienste, die ebenfalls auf die neuen Bestimmungen reagierend, ihren Versand in die USA einschränken. Ihnen wird nahegelegt, stattdessen konsequenter Informationen über die Paketinhalte an US-Behörden weiterzugeben. Wenn gewöhnliche Postanbieter den Versand in die USA aufgeben, so die Auffassung der Trump-Administration, dürften Express-Anbieter ihre Marktanteile einfach übernehmen.

