Zollermittler zerschlagen Schmuggelnetzwerk – Millionen Zigaretten sichergestellt
In einer entschlossenen Aktion haben Zollfahnder aus Essen und Frankfurt am Main zusammen über 10,4 Millionen unversteuerte Zigaretten beschlagnahmt und so einen mutmaßlichen Steuerschaden von fast zwei Millionen Euro verhindert. Die Durchsuchungen in acht Städten – darunter Düsseldorf, Erkrath und Köln – führten zur Festnahme von fünf Personen und zur Zerschlagung zweier Hehlerbanden.
Die Ermittlungen gegen die verdächtige Gruppierung begannen bereits im letzten Sommer durch das Zollfahndungsamt Essen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Düsseldorf. Die Spur führte zu einer moldauischen Tätergruppe in Nordrhein-Westfalen, deren Lager in Hilden und Langenfeld die Zigaretten an Abnehmer in der Kölner Region verkauften. Diese Kölner Abnehmer wiederum sind Gegenstand der Untersuchungen des Frankfurter Zollfahndungsamtes, das im Auftrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt tätig ist.
Die Verhaftungen folgten auf eine gezielte Überwachung der Warenübergabe im Raum Langenfeld. Hierbei wurden Haftbefehle gegen mehrere Männer vollstreckt, darunter ein 33-jähriger moldauischer Staatsbürger sowie zwei weitere Verdächtige mit irakisch-niederländischen und irakischen Wurzeln. In Erkrath wurde ein 52-jähriger moldauischer Hauptbeschuldigter festgenommen.
Bei den Durchsuchungen von 14 Wohn- und Gewerbeobjekten fanden die Ermittler nicht nur die Zigaretten, sondern auch elektronische und schriftliche Beweismittel sowie Bargeld in Höhe von über 30.000 Euro. Ein besonders filmreifer Moment ereignete sich, als aus einem Fenster eines Objektes 50.000 Euro geworfen wurden, um die Beamten zu täuschen. Der Versuch scheiterte, das Geld wurde beschlagnahmt.
Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen und bis zu einer möglichen Verurteilung der Verdächtigen bleibt deren Schuld unbewiesen.

