Zaunkrieg in Texas: Elon Musk und seine Nachbarn im Clinch
Ein fast fünf Meter hoher Maschendrahtzaun entfacht in einer exklusiven Wohngegend in Texas kontroverse Diskussionen zwischen Elon Musk und seinen Nachbarn. Der Tech-Milliardär steht im Kreuzfeuer der Kritik, da die Anwohner fordern, dass der Zaun, der ein hochpreisiges Anwesen von rund sechs Millionen Dollar umgibt, sowie ein massives Stahltor wieder entfernt werden sollen. Die "New York Times" berichtet, dass Musks Vertreter versuchen, im Nachgang Ausnahmegenehmigungen zu erwirken.
Die Einwohner der ruhigen Sackgasse in einem Vorort von Austin wurden zunächst überrumpelt, als sie herausfanden, wer ihr neuer prominenter Nachbar ist. Mittlerweile gibt es Beschwerden über den zunehmenden Verkehr in der Gegend, der durch das Personal von Musk verursacht wird. Zudem sorgen parkende Fahrzeuge für Unmut.
Der errichtete Zaun übersteigt die in der Gemeinde mit etwa 3.400 Einwohnern zulässige Höhe um rund drei Meter. Bisher zeigten sich die Behörden unnachgiebig und lehnten nachträgliche Ausnahmeregelungen ab, um keinen Präzedenzfall zu schaffen, der weitere Verstöße gegen Gemeindeverordnungen nach sich ziehen könnte. Eine Entscheidung steht im Mai bei einer Stadtratssitzung an, berichtet die "New York Times".
Mit der Verlagerung seiner Unternehmen von Kalifornien nach Texas, darunter der Elektroautobauer Tesla und der Social-Media-Gigant X, hat Musk für Aufsehen gesorgt. Seine Beteiligungen an Tesla und der Raumfahrtfirma SpaceX bescheren ihm den Titel des reichsten Menschen der Welt. In jüngster Zeit war er zudem viel in Washington unterwegs, was in Verbindung mit Kostensenkungsplänen für die Regierung von Präsident Donald Trump steht.

