Zahlungssysteme im Wandel: Der Aufstieg digitaler und kryptobasierter Zahlungsmethoden
Die Zahlungstechnologie durchläuft derzeit eine bemerkenswerte Transformation, die Transaktionen nicht nur einfacher, sondern auch schneller und zugänglicher macht. Neue Technologien wie digitale Geldbörsen, Kryptowährungen und staatlich ausgegebene digitale Währungen (CBDCs) bieten dabei Komfort und Sicherheit.
Diese Entwicklungen spiegeln sich in den beeindruckenden Wachstumsprognosen des globalen Zahlungsmarktes wider, der bis 2029 voraussichtlich mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 10,5 % auf 4,78 Billionen Dollar anwachsen wird. Diese Veränderungen haben das Potenzial, weltweit unsere Art, mit Geld umzugehen, zu revolutionieren.
Die künftige Ausrichtung im Zahlungsverkehr wird stark davon geprägt, inwieweit der Wunsch nach Bequemlichkeit und Schnelligkeit erfüllt wird. Digitale Geldbörsen wie Apple Pay oder Google Pay sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie ermöglichen es den Nutzern, Transaktionen mit nur einem Fingertipp in Sekundenschnelle abzuschließen und eröffnen zudem den Unbanked-Populationen Zugang zur globalen Wirtschaft.
Der Erfolg digitaler Zahlungsformen lässt sich auch an Zahlen ablesen: Der Anteil mobiler Zahlsysteme an der finanziellen Inklusion in Schwellenländern ist laut Weltbank von 63 % im Jahr 2017 auf 71 % im Jahr 2021 gestiegen. Statista berichtet zudem, dass digitale Geldbörsen 2023 etwa die Hälfte der E-Commerce-Transaktionen ausmachten und einen globalen Transaktionswert von 13,9 Billionen Dollar erzielten.
Prognosen zufolge soll dieser Wert steigen und digitale Geldbörsen könnten künftig über 25 Billionen Dollar an globalen Transaktionen verwalten, was 49 % aller Online-Verkäufe und POS-Transaktionen ausmachen könnte. Länder, die in die Entwicklung effizienter Transaktionsmethoden investiert haben, sehen auch einen Anstieg bei A2A-Zahlungen (Account-to-Account), die Echtzeit-Überweisungen ermöglichen und klassische Karten-Netzwerke umgehen.
In den Niederlanden entfielen 2023 beeindruckende 64 % des E-Commerce-Transaktionswerts auf A2A-Zahlungen, während in Brasilien bis 2027 ein Anteil von 50 % prognostiziert wird. Kryptowährungen sind heute weit mehr als nur spekulative Anlagen, sie etablieren sich als legitime Zahlungsmittel.
Die der Kryptowährung zugrunde liegende Blockchain-Technologie ermöglicht schnellere, kostengünstigere und transparentere Transaktionen. Im Gegensatz zu traditionellen Bankensystemen, bei denen Überweisungen Tage dauern können, lassen sich blockchainbasierte Transaktionen nahezu sofort mit minimalen Kosten abwickeln.
Die steigende Akzeptanz von Kryptowährungen wird auch an der zunehmenden Nutzeranzahl deutlich. Bis 2024 werden weltweit über 560 Millionen Menschen Kryptowährungen besitzen. Eine Umfrage von Deloitte zeigt, dass 64 % der Verbraucher gerne mit Kryptowährungen bezahlen würden, und mehr als 75 % der Händler denken über die Integration von Krypto-Zahlungsoptionen nach.

