Zaghafte Erholung bei US-Staatsanleihen: Arbeitsmarkt enttäuscht – Fed bleibt gefordert
Die US-Staatsanleihen verzeichneten einen leichten Anstieg, als der Terminkontrakt für zehnjährige Papiere (T-Note-Future) um 0,11 Prozent auf 110,92 Punkte zulegte, während die Rendite der zehnjährigen Anleihen auf 4,26 Prozent sank. Impulse hierfür lieferte ein enttäuschender US-Arbeitsmarktbericht: Mit weniger als den erwarteten Zuwächsen bei der Beschäftigtenzahl und einer überraschend gestiegenen Arbeitslosenquote ließen die Daten zu wünschen übrig.
Dennoch fehlen in den Zahlen bislang die Entlassungen durch das "Department of Government Efficiency" (DOGE), geleitet von Elon Musk. Analyst Dirk Chlench von der LBBW zeigte sich verwundert über die ausgebliebene erwartete Gegenbewegung nach einem witterungsbedingt schwachen Januar. Der Stellenaufbau enttäuschte insgesamt, was weitere Spekulationen über die Entwicklung des US-Arbeitsmarktes entfacht. Ein Abgleiten in eine Rezession sei zwar nicht in Sicht, doch wird der kommende Arbeitsmarktbericht mit Spannung erwartet.
Die Federal Reserve steht angesichts dieser Entwicklungen vor Herausforderungen. Kurzfristige Zinssenkungen sind nicht vorgesehen, obwohl der Arbeitsmarkt laut Commerzbank-Experten an Schwung verliert und der Inflationsdruck, befeuert durch die US-Zollpolitik, wächst. Die Fed beobachtet, wie diese Faktoren auf den Arbeitsmarkt einwirken. Unsicherheit ruft zudem die Zoll- und Außenpolitik der Regierung unter Präsident Donald Trump hervor.
Die Aussetzung von Zöllen im nordamerikanischen Handelskonflikt unterstützt zwar die Ölpreise, doch bleibt diese Maßnahme vorerst bis zum 2. April auf Einfuhren aus Mexiko und Kanada begrenzt.

