XRP-Long-Positionen liquidiert: Binance führt $5 Millionen Liquidationswelle an

XRP versucht, die Marke von $2 zurückzuerobern, nachdem ein starker Rückgang den Kurs kurzzeitig auf das Niveau von $1,85 gedrückt hatte. Während Bullen versuchen, die Bewegung zu stabilisieren, bleibt der breitere Markt unter Druck, da die makroökonomische Unsicherheit zunimmt und Analysten weiterhin vor einer möglichen Vertiefung des Bärenmarktes im Kryptobereich warnen. In diesem Umfeld wird die Volatilität durch Hebelwirkung verstärkt, und der Derivatemarkt von XRP entwickelt sich zu einem klaren Schlachtfeld.
Ein Bericht von CryptoQuant hebt hervor, dass der 18. Januar eine der schmerzhaftesten Sitzungen für gehebelte XRP-Händler in diesem Monat war. Daten der XRP Exchange Liquidation Metrics zeigen eine große Welle erzwungener Liquidationen, die Long-Positionen auf großen Börsen trafen, was darauf hindeutet, dass viele Händler zu aggressiv auf die Abwärtsbewegung gesetzt hatten. Im Gegensatz zu Handelsvolumen oder offenen Positionen spiegeln Liquidationsdaten Positionen wider, die unfreiwillig geschlossen werden, was bedeutet, dass Händler ausgelöscht wurden, anstatt sich freiwillig zurückzuziehen.
Die gesamten Long-Liquidationen überstiegen Berichten zufolge $5 Millionen an diesem Tag, was einen herausragenden Liquidationscluster für Januar markiert. Binance spielte eine dominierende Rolle bei dieser Flut und war für etwa $1,05 Millionen an Long-Liquidationen verantwortlich, was seine Position als Schlüsselakteur für die kurzfristige Volatilität von XRP verstärkt.
Makroökonomische Schlagzeilen lösten XRP-Hebel-Liquidationen aus
Der Bericht von CryptoQuant legt nahe, dass der Liquidationsanstieg von XRP am 18. Januar nicht rein technischer Natur war, sondern Teil einer breiteren, makrogetriebenen Risikoaversion, die den gesamten Kryptomarkt gleichzeitig traf. Anstatt eines langsamen Rückgangs sah der Ausverkauf wie ein synchronisierter Schock aus, bei dem Händler über mehrere Vermögenswerte hinweg gezwungen waren, ihre Exposition zu reduzieren, da die Unsicherheit auf den globalen Märkten zunahm.
Der Auslöser kam laut Bericht von geopolitischen und Handelskrieg-Rhetoriken. Die Financial Times berichtete, dass europäische Hauptstädte auf den Druck der USA in Bezug auf Grönland mit Zöllen im Wert von bis zu €93 Milliarden ($107,7 Milliarden) reagieren könnten oder sogar den Zugang von US-Unternehmen zum EU-Markt einschränken könnten. Selbst ohne sofortige politische Maßnahmen reichte die Schlagzeile aus, um Ängste vor einer erneuten transatlantischen Eskalation zu wecken.
Märkte behandeln solche Ereignisse typischerweise als Liquiditätsbedrohungen. Wenn Zölle und Vergeltungsmaßnahmen ins Spiel kommen, beginnen Händler, langsameres Wachstum, straffere finanzielle Bedingungen und mehr Volatilität einzupreisen. Krypto, das sich immer noch als hochvolatiles Risikoasset verhält, reagiert schnell.
Der Rückgang von Bitcoin von über $95.000 auf unter $93.000 verstärkte den Abwärtsdruck auf Altcoins. Bei XRP führte dieser Druck schnell zu erzwungenen Verkäufen, da gehebelte Long-Positionen in einen fallenden Markt liquidiert wurden, anstatt sich freiwillig zurückzuziehen.
XRP kämpft unter $2 nach scharfer Ablehnung
XRP versucht, sich zu stabilisieren, nachdem ein heftiger Abwärtstrend den Kurs zurück in die Zone von $1,85–$2,00 gezogen hat. Der Tageschart zeigt eine klare Ablehnung vom jüngsten Erholungshoch nahe $2,40, gefolgt von einem aggressiven Ausverkauf, der den größten Teil des Ausbruchsversuchs zunichte machte. XRP wird nun bei etwa $1,97 gehandelt und schwebt knapp unter der psychologischen $2-Marke, die sich zu einem kurzfristigen Momentum-Pivot entwickelt hat.
Aus Marktsicht bleibt der Trend unter Druck. Der Preis handelt weiterhin unter den wichtigen gleitenden Durchschnitten, wobei der schnellere Durchschnitt nach unten dreht und als dynamischer Widerstand fungiert. Auch die mittelfristige Kurve neigt sich nach unten, was die Idee verstärkt, dass Rallyes weiterhin verkauft statt gehalten werden. Dies passt zu einem breiteren Muster niedrigerer Hochs seit dem Oktober-Hoch, was darauf hindeutet, dass sich der Markt noch in einer Korrekturphase befindet.
Die Dochtstruktur und die wiederholten gescheiterten Versuche, in die Region von $2,20–$2,40 vorzudringen, zeigen, dass Verkäufer diese Angebotszone aggressiv verteidigen. Gleichzeitig ergreifen Käufer Maßnahmen nahe $1,85 und bilden einen sichtbaren Nachfrageboden, der die jüngste Volatilität überstanden hat.
Für die Bullen ist die Rückeroberung von $2,10–$2,20 der erste Schritt zur Erholung. Andernfalls bleibt ein weiterer Rückgang in Richtung $1,85 ein realistisches Risiko.

