Worauf kommt es bei einem guten und bequemen BH an?

Fräulein Hardt meldete im September 1899 das erste Patent für einen BH in Dresden an. Seither wurde das Bekleidungsstück immer weiterentwickelt und verbessert. Die heutigen Büstenhalter-Modelle sollen die weibliche Brust stützen und verhüllen. Doch auch der optische Aspekt ist nicht zu unterschätzen. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, worauf es beim Kauf eines bequemen und guten BH wirklich ankommt. Dabei listen wir Ihnen zudem verschiedene Modelle von Büstenhaltern auf und klären deren Nutzen und Eigenschaften auf.
Woran erkannt man einen falsch sitzenden Büstenhalter?
Der BH ist für einige Damen ein komplexes Kleidungsstück. So tragen nur 48% aller Frauen die richtige Größe. Der Rest schätzt die eigene Große entweder zu groß oder zu klein ein. Viele Frauen lassen sich im Geschäft jedoch auch nicht vom Fachpersonal helfen oder bestellen online. Ein unpassender BH ist jedoch ziemlich einfach zu identifizieren. Wenn der BH ...
- die Brust nicht ausreichend stützt und die zarte Haut am Dekolleté stark belastet
- seitlich oder oben etwas herausquillt
- bei größerer Erschütterung im Alltag nachgibt
- das Unterbrustband oder die Träger einschneiden
... ist der Büstenhalter nicht optimal. Grundsätzlich soll das Unterbrustband die meiste Stütz- und Haltefunktion übernehmen. Das System funktioniert ähnlich, wie beim Rucksack mit Hüftgürtel. Die Träger hingegen sollen ohne einzuschneiden unterstützend zuarbeiten. Doch welche BHs gibt es eigentlich? Welchem Zweck dienen diese und woran lassen sie sich erkennen?
3 verschiedene BH-Typen im Detail
BH ist nicht gleich BH. Je nachdem, welche Schnittform ein Büstenhalter hat, so unterscheiden sich auch die Funktionen. Damit Sie den passenden entdecken dürfen, möchten wir nun drei der bekanntesten Typen aufzeigen und erklären.
#1: Der Push-Up-BH
Der Push-Up ist grundsätzlich für kleinere bis mittlere Cup-Größen erhältlich. Wie sein Name bereits verrät, hat er zur Aufgabe, die Brust von unten und seitlich anzuheben (zu pushen). Möglich machen dies die eingearbeiteten Kissen sowie der spezielle Schnitt. Aufgrund der zusätzlichen Masse und Push-Funktion lässt er das Dekolleté deutlich größter erscheinen. Die meisten Frauen verwenden Push-Up-BHs, um beim anderen Geschlecht eine gute Figur zu machen. Vor allen Dingen in Kombination mit einem „Dirndl“ (bayerischer Traditionskleidung) machen sie sich hervorragend.
#2: Der Sport-BH
Wie bereits erwähnt, hat der Büstenhalter zur Aufgabe die weibliche Brust zu stützen. Schließlich werden gerade bei intensiven Bewegungen sowohl die Haut als auch das Gewebe stark belastet. Um daher beim Sport für besonders guten Halt zu sorgen, gibt es den Sport-BH. Um seiner Aufgabe nachkommen zu können, umschließt er die Brust möglichst kompakt und komfortabel. Sie sind für alle bekannten Größen erhältlich und für zusätzlichen Schutz können Ringer-Rücken-Trägerstellungen sorgen. So kann der Sport-Büstenhalter selbst bei intensiven Einheiten nicht von den Schultern rutschen.
#3: Der Bügellose-BH
In der Regel sind die Büstenhalter mit eingenähten Bügeln ausgestattet. Sie sorgen für besonders guten Halt und Stütz. Wenn die Brüste jedoch nur ein wenig Unterstützung benötigen, kann ein Bügelloser-BH vollkommen ausreichend sein. Gerade zum Schlafen oder in der Freizeit werden diese gerne getragen. Sie sind in allen bekannten Größen erhältlich, deutlich bequemer und in jeder Altersgruppe vertreten. BHs ohne Bügel können zudem auch nahtlos oder wattiert sein und erfreuen sich grundsätzlich immer größerer Beliebtheit.
Wie wird die richtige BH-Größe ermittelt?
Damit der Büstenhalter ideal und komfortabel sitzt, muss zuvor die Größe ermittelt werden. Diese ist ganz individuell und kann sich im Laufe des Lebens verändern. Schwangerschaften sowie eine Gewichtszunahme bzw. –Abnahme können dabei eine Rolle spielen. Gleiches trifft zu, bei zunehmendem Alter. Damit die BH-Größe berechnet werden kann, müssen der Unter- sowie Oberbrustumfang gemessen werden.
Die Berechnung der BH-Weite:
(Unterbrustumfang + 2,5 cm) : 5 = abgerundetes Ergebnis * 5 = BH-Weite
Wenn beispielsweise ein Unterbrustumfang von 76 cm vorliegt, welcher mit 2,5 cm addiert und durch fünf geteilt wird, ergibt dies ein Ergebnis von 15,7 cm. Da dieser Wert stets abgerundet wird, rechnen wir mit 15 weiter und multiplizieren diesen Wert mit 5, wodurch das Ergebnis 75 ist.
Die Berechnung der Cup-Größe:
(Oberbrustumfang – Unterbrustumfang – 11 = erstes Ergebnis / 2 = Cup-Größe)
Bei einem Oberbrustumfang von 98 minus einem Unterbrustumfang von 80 und einem zusätzlichen Minus von 11 geteilt durch zwei ist das erste Ergebnis 3,5. Dieses wird auf 4 aufgerundet, was einer Cup-Größe von D entsprechen würde.

